Sergej und die jungen Wilden

  • BAYERS JUNG-OFFENSIVE


    Sergej und die jungen Wilden


    Von MARCUS BÖTTCHER


    Leverkusen – Dass Sergej Barbarez längst nicht zum alten Eisen gehört, hat er in der vergangenen Saison gezeigt. Zehn Tore und 13 Vorlagen für den HSV standen am Ende auf seiner Haben-Seite. Bei Bayer Leverkusen gibt der 34-Jährige den Offensiv-Routinier.


    Schon vor seinem ersten Spiel für Leverkusen bekommt Sergej Barbarez eine Menge Lob von den Kollegen: „Ein Super-Typ mit fußballerischer Top-Qualität“, so Mittelfeldspieler Simon Rolfes. „Er hat schon eine Menge erreicht, von Barbarez kann ich einiges lernen“, sagt Sturm-Kollege Stephan Kießling.


    Der 22-Jährige wird in der neuen Saison ebenso wie Barbarez versuchen, den Weggang von Top-Torjäger Dimitar Berbatov auszugleichen. Bei Bayer trifft Sergej Barbarez einen alten Bekannten. Trainer Michael Skibbe war bereits 1999 bei Borussia Dortmund sein Coach. Rosig lief es unter Skibbe aber nicht für Barbarez, er machte nur 14 Spiele.


    Doch jetzt soll alles anders werden: „Das ist nach acht Jahren vergessen. Das war eine schwierige Zeit für uns beide. Doch wir haben beide dazugelernt, uns ausgesprochen. Michael Skibbe ist auch ein Faktor, warum ich zu Bayer gegangen bin. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm“, erklärt der Bosnier.


    Nicht ganz so sehr freut sich der zweifache Familienvater auf das anstehende Trainingslager in der Schweiz (12.7. bis 16.7. in Grenchen): „Ich kenne keinen Fußballer, der sich auf so ein Trainingslager freut. Das ist immer sehr anstrengend.“


    < Im Alpenstaat soll neben der Kondition auch das Zusammenspiel der Stürmer getestet werden. Gelegenheit dazu gibts beim Uhren-Cup gegen den FC Zürich und die Young Boys aus Bern. Barbarez will seinen Beitrag aber nicht nur mit Toren leisten: „Ich bin zwar vom Papier her Stürmer, Tore vorbereiten ist mir aber wichtiger. Ich habe das Fußballspielen eher als Vorlagen-Geber gelernt.“


    Damit es bei Bayer nur vorne klingelt, fordert der Offensivspieler noch Verstärkungen in der Abwehr: „Die Defensiv-Lücke muss natürlich geschlossen werden. Ich denke, der Verein weiß, was er zu tun hat“, so Barbarez. Der Weggang von Jens Nowotny und die Verletzung von Roque Junior hat ein Riesen-Loch in die Bayer-Innenverteidigung gerissen.


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