Voronin gibt bei Bayer noch mal Gas - TORJÄGER WILL INS AUSLAND

  • Von ALEXANDER HAUBRICHS


    Grünberg – Andrej Voronin kam auf den letzten Drücker. Seinen Maserati mit dem Bergheimer Kennzeichen stellte er direkt vorm Eingang der hessischen Sportschule Grünberg ab – erst am Abend fuhr er den Flitzer weg.


    Nicht nur privat mag er es rasant – auch im Job gibt er gerne Gas. „Ich habe eine gute WM gespielt, war psychisch und physisch top drauf. Da hat man natürlich seine Ansprüche“, sagt der Ukrainer.


    Nur: Die wird er bei Bayer erst mal kaum ausleben dürfen. „Die haben Stefan Kießling für viel Geld geholt. Mir ist auch klar, dass der spielen wird, wenn wir nur mit einer Spitze spielen“, sagt der WM-Star, der beim Viertelfinal-Aus gegen Italien wegen einer Muskelverletzung zuschauen musste.


    „Jetzt bin ich wieder fit. Ich habe noch ein Jahr Vertrag, da werde ich auch weiter alles geben“, sagt Voronin. Aber er macht auch klar: „Noch ist die Transferliste offen. Kommt ein gutes Angebot, schaue ich mir das sehr genau an.“


    Der 27-Jährige hat nicht vergessen, wie der Klub ihn aufs Transferkarussell schob. „Ich habe das zur Kenntnis genommen“, sagt Voronin, dem das Skandalchaos in Italien einige Offerten kaputtmachte.


    Allerdings spielt er in den Planungen von Trainer MichaelSkibbe eine wichtige Rolle: „Ich habe mit Andrej geredet. Er will nochmal richtig Gas geben. Da erwarte ich sehr viel. Schließlich haben wir eine lange Saison – da brauchen wir mehr als nur elf gute Spieler.“


    Doch der nächste Schritt ist nur eine Frage der Zeit: „Ich war jetzt lange in Deutschland. Ich kann noch einige Jahre spielen und will mich in einem anderen europäischen Land durchsetzen. Mal sehen, welche Gelegenheit sich bietet.“


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