Lavric macht spät alles klar
Der MSV schlägt durch ein Tor Lavrics in der 113. Spielminute Bayer Leverkusen mit 3:2 n.V. und steht somit im Achtelfinale des DFB-Pokals. Die in der Bundesliga inzwischen auf den 14. Tabellenplatz abgerutschten Rheinländer verpassen somit zum dritten Mal in Folge das Achtelfinale.
MSV-Coach Rudi Bommer veränderte seine Elf vom 5:3-Torfestival in Fürth gleich auf vier Positionen: Neuverpflichtung Lanzaat, Bodzek, Caligiuri und Daun ersetzten die noch gegen die Franken aufgebotenen Filipescu, Willi, Kurth und Lavric. Michael Skibbe hingegen beließ es trotz der 1:2-Heimschlappe gegen den HSV bei zwei Wechseln: Madouni und Kießling rotierten aus dem Team, für sie kamen Ramelow und Babic.
Die "Zebras" kamen gut ins Spiel. Nach einem Abspielfehler Hagguis traf Idrissou zunächst die Latte, den Abpraller jedoch setzte Mokhtari sicher in die Maschen (5.). Die Gäste zeigten sich geschockt. Ein weiterer dicker Patzer Hagguis hätte Daun um ein Haar den zweiten Duisburger Treffer ermöglicht (8.).
Die Gäste indes kamen erst langsam in Schwung. Voronin vergab noch Bayers erste Torchance (19.), eine Minute später machte es der Schweizer Barnetta nach mustergültigem Anspiel durch Schneider aber besser und ließ MSV-Keeper Koch keine Abwehrchance.
Der Ausgleich schien den Leverkusenern Auftrieb gegeben zu haben und so war es der Tunesier Haggui, der seine Aussetzer aus der Anfangsphase beinahe mit der Führung vergessen machte - Bodzek kratzte des Leder allerdings in letzter Sekunde noch von der Torlinine (23.). Umso überraschender fiel die wiederholte Führung der Bommer-Truppe: Begünstigt von einem weiteren Patzer Hagguis stellte Idrissou nach einer halben Stunde den 2:1-Pausenstand her.
Den zweiten Durchgang begann Bayer mit Madouni für den zuvor unsicheren Haggui im Deckungsverbund. Im Angriff hingegen beerbte Freier den Bosnier Barbarez. Trotzdem war es der Zweitligist, der zunächst die besseren Möglichkeiten verzeichnen konnte: Idrissou traf nur die Latte (49.) und auch Weber verfehlte mit seinem wuchtigen Distanzschuss nur knapp Butts Kasten (53.).
Jedoch hatte auch Bayer einen Aluminiumtreffer zu verzeichnen: Torschütze Barnetta zielte nach knapp einer Stunde zu genau (59.) und so mussten die Gäste bis zur 83. Minute warten, ehe Rolfes per Kopf wenigstens die Verlängerung sicherte (83.)
Matchwinner Lavric versiebte in der ersten Hälfte der Verlängerung erst noch vor Butt (103.), zehn Minuten später machte es der Slowene in Diensten der Meidericher dann aber besser und sicherte seinen Farben somit den viel umjubelten Einzug ins Achtelfinale.
Trainer Michael Skibbe (Bayer Leverkusen): "Die Enttäuschung ist groß, bei mir, beim Team und beim Klub. Die ersten 20 Minuten haben dazu geführt, dass wir nicht eine bessere Chance hatten, weiterzukommen. Da haben wir sehr große Fehler im Defensivbereich gemacht und den Gegner eingeladen, Tore zu erzielen. Danach hat sich die Mannschaft mächtig gesteigert. Es war ein Pokalfight, wie man ihn erwarten darf, am Ende haben wir durch einen Konter verloren."