'Eine Trainerdiskussion gibt es bei uns nicht'

  • 26.10.2006


    Im Pokal ausgeschieden, in der Bundesliga auf Talfahrt - Bayer Leverkusen geht schweren Zeiten entgegen. Trainer Michael Skibbe steht bisher dennoch nicht zur Disposition.


    "Eine Trainerdiskussion gibt es bei uns nicht", erklärte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser nach der 2:3-Blamage im Pokal beim MSV Duisburg energisch. Der offensiven Rückendeckung für Skibbe folgte aber auch eine nüchterne Bestandsaufnahme: "Wir sind im unteren Tabellendrittel, da verbietet sich jeder Blick nach oben."


    Statt durch ein Erfolgserlebnis im Pokal gestärkt zum Westderby zu Borussia Mönchengladbach zu fahren, begleitet Bayer 04 nun die Angst, noch tiefer in den Keller zu rutschen. "Das Signal haben wir uns anders vorgestellt", sagte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler.


    Abwehr wackelt bedenklich


    "Jetzt heißt es am Samstag: Brust raus, auch wenn es schwer fällt. Das Spiel muss die Wende bringen." Die Gladbacher sind zwar auch aus dem Pokal (1:2 beim VfL Osnabrück) katapultiert worden, haben als einziger Erstligist bisher aber alle Heimpartien gewonnen.


    Verloren hat Bayer den Pokalkampf an der Wedau einmal mehr wegen eklatanter Schwächen in der Defensive, die sich besonders in der ersten Hälfte nur bedingt abwehrbereit zeigte. "Wahrscheinlich haben die ersten 20 Minuten dazu geführt, dass wir danach keine Chance mehr hatten", meinte Skibbe.


    Zwei Fehler des Tunesiers Karim Haggui nutzten Youssef Mokhtari (5.) und Mohammadou Idrissou (30.) zu MSV-Toren. Tranquillo Barnetta (20.) und Simon Rolfes (83.) erzwangen zwar die Verlängerung, in der Klemen Lavric (113.) dem MSV mit dem 3:2 aber verdient den Einzug in das Achtelfinale ebnete.


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