BRASILIANER HATTE INTERESSE
Leverkusen – Die zauberhafte Nachricht erhielt Diego bereits vor Bremens 3:0-Champions-League-Sieg über Sofia.
Der kleine Brasilianer wurde von Nationaltrainer Dunga für das Testspiel Brasiliens gegen die Schweiz (15. November) nominiert. Damit erfüllte sich für den Bremer Spielmacher „eine stille Sehnsucht“ nach der Heimat.
Innerhalb von nur drei Monaten katapultierte sich der 1,70 Meter kleine Techniker vom Bankdrücker in Porto in die beste Elf der Welt. Und für Werder zahlte sich die Sechs-Millionen-Investition bestens aus.
Pikant ist: Diego wollte gar nicht nach Bremen, er wollte eigentlich unbedingt nach Leverkusen!
Die Bayer-Bosse wussten, dass Diego beim FC Porto („Porto hat mir geschadet. Sie haben mich hängen gelassen.“) unglücklich war. Sie hatten auch die Telefonnummer von Diegos Vater, der gleichzeitig als dessen Berater arbeitete.
Der Spieler wollte auch nach Leverkusen, weil dort sein Landsmann Juan spielte und immerfort vom Werksklub schwärmte. Nur der Anruf der Bayer-Bosse blieb aus. Was für ein Fehler!
Dafür schlug Bremens Manager Klaus Allofs zu und darf sich feiern lassen. Denn Diego ist der zurzeit erfolgreichste Spieler der Bundesliga. Mit fünf Treffern und acht Torvorlagen führt der Mann mit der Schuhgröße 40 unangefochten die Scorerliste an.