2:1 GEGEN DORTMUND
Von ALEXANDER HAUBRICHS
Dortmund – Sergej Barbarez strahlte übers ganze Gesicht. „Das war das schönste Weihnachtsgeschenk“, jubelte der Bosnier nach dem Schlusspfiff an alter Wirkungsstätte. Das 2:1 (1:0) bei Borussia Dortmund war der dritte Sieg in Folge für Bayer Leverkusen. Zufrieden zerstreute sich das Team gleich nach dem Abpfiff in alle Winde.
Sie fuhren mit dem guten Gefühl, dass trotz einer teilweise desaströsen Hinrunde nach dem Schlussspurt im Dezember doch noch alles drin ist: Nur zwei Punkte Rückstand hat Bayer Leverkusen auf die UEFA-Cup-Plätze und nun hofft Trainer Michael Skibbe auf eine starke Rückrunde: „Das haben wir auch letztes Jahr geschafft. Da brauchen wir fünf, sechs Punkte mehr, um dahin zu kommen, wo wir hin wollen.“
Schade, dass jetzt Pause ist. Denn auch vor den 66.155 Zuschauern in Dortmunds Signal Iduna Park unterstrichen die Bayer-Profis ihre momentane Sahne-Form: Mit geschicktem Konterspiel ließen sie die BVB-Profis ins Leere laufen und dominierten die Partie.
Völlig verdient die Führung von Andrej Voronin, toll vorbereitet von Barbarez und Freier. Der Ukrainer, mit fünf Toren und fünf Vorlagen so gut wie nie in der Bundesliga, hatte danach auch noch die Entscheidung auf dem Fuß – doch er drosch das Leder über die Latte.
„Ich weiß auch nicht, was da los. Gut, dass wir den verdienten Sieg eingefahren haben“, freute sich der ukrainische Nationalspieler – nämlich durch das 2:0 von Stefan Kießling. Trotzdem wurde es am Ende nach dem Anschlusstreffer von Amedick (85.) noch mal eng – doch Bayer rettete die drei Punkte.
So werden Montag die Verantwortlichen von Bayer Leverkusen zufrieden Bilanz ziehen. Skibbe: „Wir ziehen ein Resümee, dann spielen wir Fußball. Und dann ziehen wir in Köln um die Häuser.“