Skibbe träumt von Glasgow…

  • 30 PUNKTE ANGEPEILT


    Rom – Völlig entspannt sitzt Michael Skibbe im Restaurant des weitläufigen Sporthotels La Borghesiana vor den Toren Roms. Für den Bayer-Coach sind die Tage im Trainingslager „Entspannung pur“.


    Zum Start stand er EXPRESS Rede und Antwort:


    Michael Skibbe, die Pause war kurz. Wo setzen Sie in der Vorbereitung die Schwerpunkte?


    Skibbe: Wir legen hier die Grundlagen, dass wir bis zum Ende der Saison läuferisch über 90 Minuten voll mithalten können. Deshalb trainieren wir dreimal täglich – zweimal davon mit Ball.


    Im letzten Jahr gelang eine sensationelle Rückrunde. Ist das wiederholbar?


    Wir müssen es zumindest versuchen. Wir haben in vielen Spielen gezeigt, was für ein Potenzial in uns steckt. Aber auch, dass wir nicht gefestigt sind. Das soll sich ändern. Wir wollen 30 Punkte und mehr. Die müssen wir auch holen, wenn wir unser Ziele erreichen wollen.


    Die da wären?


    Die ersten vier Teams sind weg. Da muss man ehrlich sein. Für uns geht es um Platz fünf. Da wollen wir hin.


    Und international? Viele im Klub träumen von einem UEFA-Cup-Endspiel in Glasgow, wo Bayer ja schon 2002 in der Champions League gegen Real Madrid im Finale gestanden hatte …


    Das ist weit geträumt. Aber klar: Wir wollen Blackburn aus dem Weg räumen. Wir müssen in jedem Spiel ans Limit gehen, damit wir konkurrenzfähig sind.


    Ist der UEFA-Cup überhaupt etwas Besonderes?


    Diese Spiele sind einfach geil. Da brauchst du keinen motivieren. Gerade die Älteren nicht. Für Carsten Ramelow, Sergej Barbarez oder Bernd Schneider kann so was leicht mal das letzte Spiel auf internationaler Vereinsbühne sein. Da gibt man automatisch alles.


    Wann rechnen Sie mit einem Comeback von Roque Junior?


    Das wird seine Achillessehne zeigen. Noch nicht zum Bundesliga-Start. Aber wenn sein Körper es zulässt, wollen wir ihn in der Vorbereitung beim Turnier in Düsseldorf schon mal testen.


    Kapitän Carsten Ramelow fehlte in der Vorrunde häufig – ist er jetzt gesetzt?


    Carsten muss sehen, dass er gesund und fit zurückkommt. Wenn er 100 Prozent fit ist, spielt er – aber auch nur dann. Ein Bernd Schneider kann auch mal mit einem Kunststück glänzen, Carsten lebt halt von seiner Fitness.


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