VON UDO BONNEKOH
(RP) Das ist gewiss keine Leverkusener Spezialität. Kurz vor Ende der Winterpause steht bei wohl allen Bundesligisten der Glaube - an eine ertragreiche Rückrunde und Rendite bringende Arbeit in den vergangenen drei Wochen. „Ich glaube, wir sind gut vorbereitet“, sagt Bayers Trainer Michael Skibbe, der sich schon früh im neuen Jahr auf eine erwartete Punkt-Quote von „30 plus“ festgelegt hat.
Die Präsentation der Mannschaft in Düsseldorf widersprach den Hoffnungen nicht, zumal da sich die Leverkusener ohne den ersten Sturm (Andrej Voronin, Sergej Barbarez) und den gegen Ende der Hinserie starken Paul Freier der Konkurrenz stellten. „Wir sind taktisch und läuferisch verbessert“, betont Skibbe mit dem aus der Erfahrung geborenen relativierenden Zusatz, dass „wir erst nach dem Showdown klarer sehen“.
Mit der Partie am Sonntag in Aachen startet für die Leverkusener allerdings nicht nur der Punktekampf. Für einige der Angestellten gerät zumindest ein Teil der Halbserie zum Schaulaufen. Die Verträge von Roque Junior, Freier, Marko Babic und Voronin laufen aus. Und nur mit Freier, der für vier Jahre verlängern soll, ist eine Einigung in Kürze zu erwarten. „Ich würde gerne alle behalten“, sagt Skibbe.
Roque Junior, seit November 2005 mit kurzer Unterbrechung im Mai 2006 ständig im Krankenstand, machte im Treffen mit Borussia Dortmund eine erstaunlich gute Figur, wird aber für Aachen noch nicht erste Wahl sein. Die Meldung einer türkischen Zeitung, der Innenverteidiger wechsle bald zu Besiktas Istanbul, bezeichnen die Leverkusener als „Ente“.