Rückspiel unter geänderten Vorzeichen

  • Alemannia empfängt am Sonntag Bayer 04 Leverkusen

    Der Blick zurück ist zwar nicht verboten, aber das Hinspiel der Alemannia in Leverkusen soll dennoch kein Maßstab sein. „Möglicherweise ist das Spiel noch präsent in den Köpfen der Spieler, aber die Vorzeichen haben sich verändert. Alemannia hat sich in der Bundesliga positioniert“, sagt Coach Michael Frontzeck vor dem Rückrundenstart am Sonntag.


    Trotz des 0:3 am 1. Spieltag empfängt Alemannia die Werkself also mit Selbstvertrauen. „Die Trainingsleistungen jedes einzelnen Spielers waren sehr gut. Die Mannschaft ist heiß und freut sich auf das erste Spiel“, so der ehemalige Nationalspieler. Um die Aufstellung macht der Coach keine großen Geheimnisse. Es läuft auf die Elf hinaus, die Bayern München aus dem Pokal geworfen hat. Ein Härtefall ist dabei Nico Herzig. „Wir haben drei gleichwertige Innenverteidiger, das hat Nico in der Hinrunde gezeigt. Ich habe mich im Moment für die Erfahrung von Moses Sichone und Alexander Klitzpera entschieden. Aber die Saison dauert ja noch etwas - wir werden jeden Spieler benötigen“, so der 42-Jährige.


    Sascha Rösler wird gegen Bayer Leverkusen erstmals nach seinem Mittelfußbruch wieder im Kader stehen. Auch die anderen Verletzten liegen im Plan. Reiner Plaßhenrich hat am Donnerstag wieder am Mannschaftstraining teilgenommen, Sascha Dum soll heute wieder mit der Mannschaft trainieren. Kein Wunder, dass der Chefcoach der medizinischen Abteilung ein Sonderlob ausstellt. Zum Spiel gegen Borussia Mönchengladbach erwartet Frontzeck, auf seinen kompletten Kader zurückgreifen zu können – mit Ausnahme von Szilárd Nemeth. „Das wird unsere Qualität noch mal steigern und den Konkurrenzkampf erhöhen. Ich bin absolut von unserem Kader überzeugt!“ Deshalb gab es auch, so der Trainer, keine Veranlassung zu kurzfristigen Verpflichtungen nach dem geplatzten Transfer von Mikkel Thygesen. „Die Mannschaft glaubt an sich selber, dass hat sie in der Hinrunde, gerade zum Ende hin, bewiesen. Unser großes Plus ist die mannschaftliche Geschlossenheit gepaart mit einer gewissen individuelle Stärke.“

    Leverkusens Trainer Michael Skibbe steht vor der Qual der Wahl. Roque Junior meldete sich nach langer Verletzungspause wegen anhaltenden Achillessehnenproblemen in der Winterpause wieder einsetzbar und Stefan Kießling spielte nach einer verkorksten Hinrunde eine starke Rückrundenvorbereitung. Trotzdem werden wohl beide auf der Bank Platz nehmen müssen. „Für 90 Minuten Bundesliga reicht es bei Roque noch nicht“, so der Ex-Bundestrainer. Und Andrey Voronin wird wohl auch Kießling vorgezogen, erzielte der Ukrainer doch die meisten Tore in der Hinrunde (5). Verzichten muss der Übungsleiter auf Kapitän Carsten Ramelow, der sich nach seiner Meniskus-OP im Aufbautraining befindet. Athirson fällt nach seinem Rippenbruch ebenso aus, wie die Langzeitverletzten René Adler und Alexander Meyer. Der Konkurrenzkampf ist groß, auch wenn der Cheftrainer, den Spielern, die im Hinrundenfinale so überzeugt haben, einen kleinen Bonus einräumt. Für Athirson wird Tranquillo Barnetta auf die linke Außenbahn rücken. Neben Juan verteidigt der tunesische Internationale Karim Haggui.


    Für den Gegner hat Frontzeck lobende Worte parat: „Die Bayer-Elf stellt eine technisch sehr starke Mannschaft, deren Anspruch es ist, Jahr für Jahr international zu spielen. Sie verfügen über eine besonders hohe Qualität und sind besonders auswärts gefährlich“, so Frontzeck über Leverkusen. „Wenn wir den Kampf annehmen, und das ist bei uns immer oberste Priorität, bin ich überzeugt, dass wir ein gutes Spiel machen. Die Spiele gegen Bayern und Bremen haben gezeigt, dass wir dann auch spielerisch überzeugen können.“

    Schiedsrichter der Partie ist Thorsten Kinhöfer (Herne). Ihm assistieren an den Seitenlinien Detlef Scheppe (Wenden) und Norbert Grudzinski (Hamburg). Vierte Offizieller ist Peter Henes aus Herdecke.


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