Leverkusen – Aufbruchstimmung in Leverkusen: Gestern endete das Trainingslager in der Schweiz, der Tross geht in die Zielgerade auf die neue Saison.
Doch während die Mannschaft steht und die Stammelf Konturen annimmt, wird die Suche nach einem Hauptsponsor zur Hängepartie.
Bayers blanke Brust: Die Verhandlungen mit dem Finanzkonzern Fortis sind nach EXPRESS-Informationen so gut wie gescheitert. „Die Gespräche haben nicht mehr allerhöchste Priorität“, sagt Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser, der einen Nachfolger für den langjährigen Partner RWE sucht.
So geht ein Klub mit Königsklassen-Ambitionen als einziger Erstligist ohne Trikotwerbung in die neue Saison. Am Donnerstag werden die Profis zwar mit neuen Trikots das Mannschaftsfoto machen. Doch der Klub präsentiert nur einen weiteren Notnagel: Nach EXPRESS-Informationen wird zunächst das Bayer-Logo „Science for a better life“ die Brust der Kicker schmücken.
„Das ist eine Marketinggeschichte. So können wir etwas für unsere Mutter, die Bayer AG machen“, sagt Holzhäuser, der die Trikotwerbung „in keinem Fall unter Wert verkaufen“ will.
Dank der Image-Gelder der Bayer AG seien die Fußballer in der Lage, „auch einige Zeit ohne Brustsponsor auszukommen. Es gibt einige Gespräche. Aber wir warten auf einen Partner, der zu unserem Standing passt und einen adäquaten Preis zahlen will“, sagt Holzhäuser.
Dem Geschäftsführer schweben rund sechs Millionen Euro pro Jahrvor. „Wenn der Wunschpartner erst im Herbst kommt, dann ist das eben so.“
Doch noch halten sich die Dax-Unternehmen vornehm zurück. Hektik bricht bei Bayer jedenfalls nicht aus. Marketingchef Meinolf Sprink hat sich in einen dreiwöchigen Urlaub verabschiedet. Holzhäuser: „Der war lange geplant. Zur Not bin ich auch noch da.“
Quelle: Express