Grieche schwänzt die Deutsch-Stunden
Während Faty und Vidal große Fortschritte machen, kann Gekas nicht mal einen Kaffee bestellen...
Leverkusen - Der tolle Auftritt gegen die Bayern stimmte die Leverkusener trotz der Niederlage zuversichtlich. Nur einer stapfte mürrisch von dannen.
Theofanis Gekas wurde in der 71. Minute ausgewechselt, mit einem Kopfschütteln reagierte er, als die Anzeigetafel hochgehalten wurde, auf der seine Nummer auftauchte.
Wortlos klatschte der griechische Nationalspieler seinen Coach ab. Er hätte ihm ja auch nichts sagen können. Denn Gekas spricht immer noch kaum ein Wort Deutsch.
Zu Saisonbeginn hatte seine Frau Vasso noch versprochen: „Obwohl wir ein Jahr in Bochum gespielt haben, kann er sich nicht mal einen Kaffee auf Deutsch bestellen. Aber jetzt müssen wir die Sprache lernen.“
Doch da hat die schöne Griechin die Rechnung ohne ihren Mann gemacht. Denn EXPRESS erfuhr: Gekas verweigert sich bislang den vom Klub angebotenen Deutschstunden.
Während der französische Ergänzungsspieler Ricardo Faty schon fließend Deutsch spricht und Arthuro Vidal fleißig mit Dolmetscher Jonas Bolt die Sprache büffelt, sucht Gekas ständig Ausflüchte, statt sich seine Ausgabe von „Deutsch für Ballkünstler“ zu schnappen.
„Bei Fanis gestaltet es sich in der Tat schwierig. Aber auch mit ihm werden wir unser Programm noch durchziehen“, hofft Betreuer Frank Dittgens.
Vielleicht würde das helfen, um aus dem Fremdkörper endlich einen Teil des Leverkusener Fußball-Systems zu machen. Nur einmal bekam Gekas gegen die Bayern einen jener steilen Pässe, mit denen er im letzten Jahr in Bochum zum Torschützenkönig wurde. Doch der starke Bayern-Keeper Michael Rensing war schneller.
Nun droht Gekas (3 Saisontore) sogar die Bank. Wenn Schneider gegen Leiria zurückkehrt, könnte Stefan Kießling ins Sturmzentrum rücken – und der behäbige Grieche wäre seinen Stammplatz los.
Quelle: express.de