Leverkusen nimmt Zürich auseinander

  • Von THOMAS GASSMANN
    Zürich –Natürlich war die Stimmung auf der Weihnachtsfeier von Bayer im Züricher In-Klub „Kaufleuten“ blendend. Schließlich hatte das Team von Trainer Michael Skibbe zuvor im UEFA-Cup-Spiel den FC Zürich im bitterkalten Letzigrundstadion mit 5:0 abgefertigt und sicherte sich Platz eins in der Gruppe E.


    So endete für Leverkusen ein „blendendes“ Jahr, wie Sportchef Rudi Völler zufrieden feststellte. Die Art und Weise wie Bayer in Zürich auftrumpfte, verdiente schon ein Sonderlob. Die Eidgenossen hatten gegen furios aufspielende Leverkusener nicht den Hauch einer Chance.


    Vratislav Greskos 20-Meter-Freistoßtreffer war der Beginn einer eindrucksvollen Vorstellung. Und dann war da noch ein Mann namens Dimitri Bulykin, der wie angekündigt von Beginn an stürmen durfte. Der Russe, in der Liga nur Stürmer Nummer vier, beeindruckte durch seine Kopfballstärke und Ballsicherheit.


    Eine tolle Vorarbeit von Stefan Kießling nahm der 28-Jährige sicher auf, steuerte auf den Züricher Keeper Johnny Leoni zu und schoss eiskalt zum 0:2 ein. Bulykin drehte jubelnd ab, blieb plötzlich abrupt stehen.


    Dann kamen seine Kollegen zu ihm, lachten und machten gemeinsam eine Babyschaukel. Baby-Grüße nach Moskau! Trainer Michael Skibbe: „Er ist jetzt eine tolle Alternative für uns im Sturm.“


    Bulykin wurde gerade Vater einer Tochter, die in der russischen Hauptstadt zur Welt kam und auf den Namen Agatha hört. Und weil es so schön war, setzte der 1,93 Meter-Billig-Stürmer (war ablösefrei) noch einen drauf und erzielte in Minute 57 noch einen Treffer.


    Weil der Gastgeber so abenteuerlich schlecht war, durfte sich sogar Tranquillo Barnetta in die Torschützenliste einreihen. Nach einer wiederum hervorragenden Vorarbeit von Kießling schlug der Mittelfeldspieler per Kopf zu, Kießling erhöhte noch auf 5:0.


    Während für Bayer die Reise nach Zürich also zu einer wunderbaren Fußballparty wurde, flog Berlins Manager Dieter Hoeneß frustriert zurück.


    Zürichs Brasilianer Raffael, der 4,5 Millionen Euro Ablöse kosten soll, enttäuschte auf der ganzen Linie und war einer der schwächsten Akteure auf dem Platz. Wieso der Stürmer überhaupt auf der Einkaufsliste Herthas erscheinen konnte, ist nach seiner Leistung am Mittwoch schleierhaft.


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    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klar kommen!