Topklubs signalisieren Interesse - doch "Ivi" will am liebsten verlängern
SIMON BRAASCH, ERIK TRÜMPLER
Theoretisch ist die Nummer längst durchdacht. In den kommenden Monaten will der HSV den Vertag mit Ivica Olic über 2009 hinaus verlängern. Gespräche stehen noch aus, wohl auch, weil die Klubbosse zunächst die Trainerfrage abarbeiten und beantworten wollen. Und dennoch, ein wenig sollte der HSV auf der Hut sein - die Konkurrenz schläft nicht. "Zwei Klubs aus den Top fünf der Bundesliga haben ihr Interesse hinterlegt", so Olic-Berater Gordon Stipic.
Olic im Visier der Topklubs. Nach MOPO-Informationen handelt es sich bei den Interessenten um Schalke und Leverkusen. Ein Umstand, der dem Kroaten schmeichelt. Dennoch dürften beide chancenlos sein - sollte der HSV ernst machen. "Ivica und seine Familie fühlen sich hier ausgesprochen wohl", erklärt Stipic. In Kürze wird der 28-Jährige wohl sogar einen deutschen Pass beantragen (MOPO berichtete). Spätestens in einem halben Jahr soll die Einbürgerung abgeschlossen sein.
Nicht zuletzt seine acht Treffer in dieser Bundesligaspielzeit lassen "Ivi" zum heißen Objekt der Begierde werden. Seit Monaten buhlen die zahlungskräftigen russischen Vereine ZSKA und Spartak Moskau sowie St. Petersburg um seine Dienste. Doch dieses Kapitel (Olic kickte bis vor einem Jahr bei ZSKA) ist abgeschlossen. "Sollte ein Wechsel stattfinden, dann nur innerhalb der Bundesliga", stellt Stipic klar. "Etwas anderes kommt nicht infrage."
Ein Ansatz, der akut werden könnte, sollten sich der HSV und Olic nicht auf eine langfristige Zusammenarbeit einigen können. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der HSV "Ivi" im nächsten Jahr ablösefrei ziehen lassen würde", so Stipic. "Geld kann der Verein mit ihm nur in diesem Sommer verdienen."
So weit, da herrscht Einigkeit, soll es nicht kommen. "Wenn der HSV wirklich verlängern möchte, sollte es keine Probleme geben", sagt Olic' Berater. Knapp zwei Millionen Euro streicht der Angreifer derzeit per anno ein, etwas mehr sollte es künftig sein. Andernfalls könnte in Ruhrgebiet und Rheinland frohlockt werden.