Barnetta über die EM nach London?

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    Barnetta über die EM nach London?

    Von ALEXANDER HAUBRICHS


    Basel – „Es ist immer wieder ein eigenartiges Gefühl, wenn ich in die Schweiz komme.“ Tranquillo Barnetta ist der umjubelte Star, der Hoffnungsträger des ganzen Landes.
    Schon am Flughafen schaut der Bundesliga-Profi von Bayer Leverkusen auf ein riesengroßes Abbild seiner selbst, auf dem Weg zur Autobahn sieht er sich in der adidas-Werbung, an der Tankstelle grüßt Barnetta von der Nestlé-Werbung.


    „Das ist schon ein arger Kontrast zu Köln. Hier kann ich fast unerkannt durch die Gegend laufen, weil sich die meisten für den FC interessieren.“


    Wenn er aber über die Alpen fliegt, ist das ganz anders. Gerade in der Ostschweiz kann sich der 23-Jährige vor Anfragen kaum retten. „Meine Schwäche: Ich kann oft nicht nein sagen.“


    Im Team lehnt er einen Sonderstatus ab. „Wir können nur als Team erfolgreich sein. Deshalb ist das Spiel gegen Deutschland nochmal ein Supertest für uns“, sagt Barnetta. „Wir machen eine ähnliche Situation wie die Deutschen vor der WM 2006 durch, haben in den letzten Spielen nicht überzeugen können. Deshalb sollten wir uns heute noch mal zeigen.“


    Barnetta selbst gilt dabei als größtes Pfund. Der Mittelfeldspieler spielt eine bärenstarke Saison. „Ich bin fit – und es macht Riesenspaß bei Bayer.“


    Allerdings läuft es so gut, dass er bald weg sein könnte. Längst soll Arsenal London auf ihn aufmerksam geworden sein. „Klar will ich irgendwann in eine andere Topliga. Aber es muss alles passen.“


    Bis dahin kickt er für Bayer und bleibt in der Schweiz der größte Werbestar. Allerdings bewegt sich alles in einem anderen Rahmen als etwa bei Michael Ballack im WM-Sommer.


    Barnetta: „Die Schweiz ist halt ein bisschen kleiner. Multimillionär werde ich durch die Euro nicht.“


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