Peinlicher Auftritt
Von ALEXANDER HAUBRICHS
Bielefeld – Bruchlandung auf der Alm: Die Bayer-Höhenflieger durften in der Woche wieder von der Königsklasse träumen, doch die 0:1-Pleite auf der Alm brachte Leverkusen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Peinlich, peinlich: In einem gruseligen Kick ließ Bayer alles vermissen, was sie vorher so stark machte. Dabei agierte die abstiegsbedrohte Arminia lange Zeit geradezu ängstlich, wollte nicht unter die Räder der Leverkusener Kombinationsmaschine kommen.
Die aber war ohnehin am Stottern. Fehlpässe en masse, erneut ein rabenschwarzer Tag von Sergej Barbarez. Nationalspieler Bernd Schneider (Zehenverletzung) fehlte an allen Ecken, der bemühte Angreifer Theofanis Gekas hing in der Luft.
Offenbar hemmte Bayer die üble Statistik in Ostwestfalen: Der letzte Sieg ist mehr als acht Jahre her und datiert vom November 1999 (2:1), das letzte Tor für Bayer schoss Boris Zivkovic in der Horrorsaison 2002/03 beim 2:2.
Und auch diesmal wurde es einer dieser erbärmlichen Auftritte auf der Alm, an die sich die Werkself-Anhänger so langsam gewöhnen müssen.
Von Beginn an ließen es die Leverkusener an der nötigen Einstellung vermissen, schmissen leicht den am Sonntag gegen Stuttgart so hart erkämpften Vorsprung im Kampf um die europäischen Plätze wieder weg.
Sie konnten sogar froh sein, dass nicht noch dass Torverhältnis litt. Wichniarek und Kamper vergaben Großchancen, Mijatovic setzte gar noch einen Foulelfmeter an den Pfosten.
Gonzalo Castro: „Das war nix. Wir kamen überhaupt nicht ins Spiel. Das war furchtbar ärgerlich.“ Manuel Friedrich: „Wir haben weggeschmissen, was wir zuletzt gegen Stuttgart aufgebaut haben. So darf man hier nicht auftreten.“