Abtwil – Das Olympia-Theater nimmt kein Ende. Im Leverkusener Trainingslager von St. Gallen reift nun der Beschluss, Constant Djakpa nicht zu den Spielen zu lassen.
Neueste Meldungen › Mehr aus Fußball › „Mit Vratislav Gresko und Hans Sarpei sind zwei Linksverteidiger verletzt. Da können wir nicht den dritten nach Peking lassen“, sagt Boss Wolfgang Holzhäuser.
Manager Michael Reschke: „Wir geben Djakpa nicht ab. Jedenfalls so lange nicht, wie Schalke Rafinha und Bremen Diego behält. Allerdings wissen wir nicht, welche rechtliche Handhabe die FIFA noch hat.“ Schließlich sprach der Verband im Schreiben an die Vereine von einem „Gewohnheitsrecht.“
Außerdem ist die Sache in der Schweiz nicht ausgestanden. „Ich fahre nach Peking“, sagte Djakpa am Donnerstag zum EXPRESS. Rückfrage: Aber Bayer hat Ihnen das doch verboten? „Wer sagt das? Mit mir hat niemand gesprochen. Nach Olympia kommt man nur einmal, und ich spiele dort für mein Land. Ich fliege zu den Olympischen Spielen“, sagt der Verteidiger von der Elfenbeinküste.
Holzhäuser will aber weiter blocken. „Die wollen einen Lehrgang in Frankreich machen, einen in Hongkong. Und dann Olympia. Das ist doch Wahnsinn.“ Djakpa ficht das nicht an. „Das ist mein Land. Ich bleibe nicht hier. Meine Entscheidung steht fest. Ich fahre nach Peking.“
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