Der Pokalsieg in Babelsberg sorgte für Erleichterung in den Reihen der Leverkusener. Doch schon auf der Rückfahrt waren die Bayer-Verantwortlichen wieder in Gedanken bei Arturo Vidal.
Der Chilene war in dieser Woche Hals über Kopf in seine Heimat abgereist. Der Grund: Sein Sohn Arturo-Alonso (2 Monate) musste mit Atemnot ins Krankenhaus.
Der schlimme Verdacht der chilenischen Ärzte: Ein Tumor in den Atemwegen!
„Da geht das Kind vor. Deshalb haben wir Arturo auch direkt jegliche Unterstützung zugesagt“, erklärt Sportchef Rudi Völler.
Die gute Nachricht: Am Samstag gab es wenigstens teilweise Entwarnung. Den befürchteten Tumor hat der Sohnemann Gott sei Dank nicht. „Eine Vene im Hals ist entzündet. Das verursacht die Beschwerden“, sagte der Nationalspieler in Chile.
Sieben Tage müsse das Baby nun im Krankenhaus beobachtet werden. Vidal: „Und ich werde jeden Tag bei ihm sein. Wenn der Kleine länger im Krankenhaus bleiben muss, werde ich den Verein bitten, hier bei ihm sein zu dürfen.“
Bei Bayer hat man dafür Verständnis. „Da gibt es nichts zu diskutieren, die Familie hat da Vorrang“, sagt Völler. Sein Assistent Jonas Boldt steht in Kontakt mit Vidal, auch Trainer Jupp Heynckes.
Völler: „Gut, dass sich die ersten dramatischen Diagnosen nicht bestätigt haben. Wir wünschen Arturo und seiner Familie alles Gute!“