Beiträge von Frostbeule

    Der 1. FC Köln und Bayer Leverkusen zeigen sich am Montag Vormittag völlig ungewohnt in trauter Zweisamkeit. Die beiden Erzrivalen arbeiten zusammen, um gegen Gewalt in Fußball-Stadien mobil zu machen.


    Schon ab Dienstag soll eine große Plakatkampagne zu dem Thema starten. Damit wollen die Stadt Köln und der Fußballverband Mittelrhein gegen die in den vergangenen Monaten spürbar gewordene Gewalt in den Stadien vorgehen. Dafür werden unter anderem Plakate und Citylights mit dem Motto "Wir gegen Gewalt" auf Sportanlagen in Köln und Leverkusen verteilt.


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    VON UDO BONNEKOH


    (RP) Simon Rolfes gibt dem Punkt gegen Wolfsburg größere Bedeutung. In einer dürftigen Darbietung machte René Adler nicht nur gegen Ende klar, wie schlecht es Bayer ohne den geistesgegenwärtigen Schlussmann ginge.


    Was sollte er auch anders machen als gute Miene zum eher schlechten Spiel? Also fuhr Simon Rolfes auch nach dem dürftigen Leverkusener 2:2 gegen den VfL Wolfsburg fort mit seiner pragmatischen Bewertung von gewissen Ergebnissen. „Dieses Unentschieden ist wichtig für uns. Wir haben einen Punkt auf Stuttgart und den Hamburger SV gut gemacht und auch noch die Wolfsburger auf Distanz gehalten“, sagte der strategisch denkende Mittelfeldspieler. Mit solch einfacher Sicht der Dinge aber mochten sich die Fans nicht zu zufrieden geben, vernehmbares Murren deutete auf absolut andere Erwartungen. Von Champions League allerdings wollte auch Michael Skibbe nicht mehr reden. „Sechs Punkte in vier Spielen aufzuholen, das ist zu viel“, betonte der Fußballlehrer.


    Erst mal ist Bayers Coach jedoch tausend Tode gestorben, weil sein Ensemble anfangs dermaßen indisponiert wirkte, dass nicht nur Skibbe das kalte Grauen überkam. „Wir haben ängstlich nach vorn gespielt und uns auch ängstlich in den Zweikämpfen verhalten“, bekräftigte Skibbe, „deshalb haben wir auch keinen Druck aufbauen können.“ Die gesamte Abwehrreihe lag daneben, inklusive Gonzalo Castro, der so irrlichterte wie selten. Doch es traf mit der frühen Auswechslung nur Karim Haggui, der tatsächlich alle Mühe hatte gegen Grafite – aber eben nicht nur eher. „So konnte ich Sinkiewicz in die Innenverteidigung stellen und Vidal ins Mittelfeld. Danach ging es besser“, stellte der Coach fest. Tatsächlich machte Vidal den Vorbereiter zum 1:1 mit einem langen Ball auf Sergej Barbarez, der die Kugel für Theofanis Gekas maßgerecht auflegte. Seltene Präzisionsarbeit war das.


    „Ich glaube, der hat Foul gespielt“, sagte Hans Sarpei nicht ganz überzeugt und meinte den kleinen Hasebe, der dem Ghanaer in die Beine samt Ball gefahren war, was Schiedsrichter Gräfe und sein Assistent als regelgerecht empfanden. 2:1 für Wolfsburg also und erneut Pfiffe von den Rängen. Nun hat aber Skibbe noch zwei Mal richtig entschieden, um der fast verkorksten Partie noch einen vertretbaren Dreh zu geben. Sascha Dum, sonst eher Mitläufer, brachte Elan auf links, und Dimitri Bulykin durfte zumindest für sich Anspruch nehmen, am Ball gewesen zu sein vor Costas Schuss ins eigene Tor. „Mit dem 2:2 mussten wir schließlich zufrieden sein“, meinte auch Skibbe, „denn die Wolfsburger besaßen kurz vor Schluss noch die große Chance zum 3:2.“ Grafite aber fand noch diesen Adler vor sich wie schon zu Beginn, jenen Adler, ohne den es Bayer gegenwärtig ziemlich schlecht ginge.


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    Leverkusen (RPO). Ein Eigentor von Wolfsburgs Abwehrchef Ricardo Costa hat Bayer Leverkusen vor einer Heimniederlage und dem Verlust wertvollen Bodens im Kampf um einen Uefa-Cup-Platz bewahrt. 17 Minuten vor dem Ende beförderte der Portugiese eine Flanke des Russen Dimitri Bulykin zum 2:2 (1:2)-Endstand ins eigene Tor.


    Damit wurde der erste Auswärtserfolg der Norddeutschen in der BayArena noch abgewendet. Im Kampf um die Plätze im internationalen Geschäft ließ der Werksklub allerdings erneut zwei Punkte liegen und konnte in den letzten sechs Pflichtspielen lediglich vier Zähler einheimsen.


    Edin Dzeko hatte die "Wölfe" in der 13. Minute in Führung geschossen. Vorausgegangen war ein Pfostenschuss des brasilianischen Angreifers Grafite, der nach einer Fünf-Spiel-Rotsperre erstmals wieder mitwirkte und sich als sehr belebendes Element im VfL-Angriff entpuppte.


    Eher überraschend waren die Gastgeber durch den letztjährigen Bundesliga-Torschützenkönig Theofanis Gekas (33.) zum Ausgleich gekommen. Für den Griechen war es Saisontor Nummer elf.


    Der Japaner Makoto Hasebe (43.) sorgte für das erneute Führungstor der Norddeutschen, wobei Grafite mit einem herrlichen Sololauf erneut die Vorarbeit leistete.


    Eine durchaus höhere Führung vergaben die Wolfsburger zuvor in der zweiten Halbzeit, als Grafite (54.) und Spielmacher Marcelinho (56.) gleich zweimal gute Gelegenheiten ausließen.


    Die Gastgeber, die ohne die verletzten Mittelfeldasse Bernd Schneider und Tranquillo Barnetta ideenlos im Spielaufbau wirkten, agierten viel zu langsam und durchsichtig, um die gut gestaffelte Wolfsburger Abwehr in arge Verlegenheit zu bringen.


    Lediglich nach einer Standardsituation wurde eine hochkarätige Chance herausgespielt. Einen Kopfball von Sergej Barbarez (57.) köpfte der starke Brasilianer Josue von der Linie des eigenen Tores.


    Glück hatten die "Wölfe" nach einer Stunde, als ein Handspiel von Christian Gernter im eigenen Strafraum nicht geahndet wurde. In der Schlussphase erhöhten die Gastgeber nochmals den Druck, scheiterten allerdings mehrere Male am zuverlässigen VfL-Torwart Diego Benaglio.


    Erst in der Schlussphase fand die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe zu spielerischer Normalform und konnte mit Pässen in die Tiefe Gefahr im Strafraum des VfL heraufbeschwören.


    Herausragende Kräfte bei den Norddeutschen waren neben Grafite und Hasebe auch Josue. Bei den über weite Strecken konfusen Rheinländern gefielen mit großen Abstrichen allenfalls aufgrund ihres Fleißes Stefan Kießling und Simon Rolfes.


    STATISTIK


    Leverkusen: Adler - Castro, Haggui (26. Vidal), Friedrich, Sarpei - Sinkiewicz, Rolfes - Freier (71. Bulykin), Barbarez (59. Dum), Kießling - Gekas. - Trainer: Skibbe


    Wolfsburg: Benaglio - Gentner, Ricardo Costa, Simunek, Schäfer (53. Madlung) - Hasebe (75. Dejagah), Josue, Riether - Marcelinho (78. Krzynowek) - Dzeko, Grafite. - Trainer: Magath


    Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)


    Tore: 0:1 Dzeko (13.), 1:1 Gekas (33.), 1:2 Hasebe (43.), 2:2 Ricardo Costa (73., Eigentor)


    Zuschauer: 21.000


    Beste Spieler: Rolfes, Kießling - Hasebe, Josue, Grafite


    Rote Karten: keine


    Gelb-Rote Karten: keine


    Gelbe Karten: Ricardo Costa (5/3), Josue (5), Grafite (5/2)


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    VON CHRISTIAN OEYNHAUSEN, 27.04.08, 22:32h


    Leverkusen - Zwei kräftige Pfeifkonzerte gaben die Zuschauer in der BayArena am Sonntag, in der Stärke gleichmäßig verteilt auf das Ende beider Halbzeiten. Das erste galt den Spielern von Bayer 04, die nach einer schwachen ersten Halbzeit mit einem 1:2-Rückstand gegen den VfL Wolfsburg in die Kabine gingen. Das Zweite galt Schiedsrichter Manuel Gräfe, der nach Ansicht des Leverkusener Publikums schuld war, dass es nach 90 Minuten 2:2 stand, „nur“ aus Sicht der Heimelf. Gleich zwei Mal war dem Wolfsburger Verteidiger Christian Gentner in der zweiten Halbzeit der Ball im Strafraum an die Hand gesprungen, beide Mal pfiff Gräfe nicht zum Strafstoß. Aber weil Leverkusens famoser Torwart René Adler in der Schlussminute eine Schuss von Grafite parierte und eine Heimniederlage verhinderte, hielt sich der Zorn auf Gräfe in Grenzen. Das 2:2 reicht Bayer 04, um auf Rang vier der Tabelle zu klettern. Nur das Torverhältnis stellt Bayer 04 über den HSV und Stuttgart. Aber wie es am Ende für die erneute Qualifikation für den Uefa-Cup reicht, das ist zweitrangig. „Wo wir jetzt stehen, da wollen wir bleiben“, sagte Trainer Michael Skibbe am Sonntag, nach einer Leistung, die nicht nur beim Coach zwiespältige Gefühle hinterließ: „Die ersten 30 Minuten waren gar nichts. Von der 30. bis zur 90. Minute war ich zufrieden“, sagte Skibbe. Leverkusens Trainer hatte die erwarteten Änderungen in der Startelf vorgenommen. Bernd Schneiders Ausfall spülte Paul Freier in die Mannschaft. Stefan Kießling vertrat auf dem linken Flügel den angeschlagenen Tranquillo Barnetta. Im defensiven Mittelfeld erhielt Lukas Sinkiewicz wieder den Vorzug vor dem Chilenen Arturo Vidal. Aber nach 25 Minuten standen beide auf dem Feld. Verteidiger Karim Haggui gelang nichts, Skibbe brachte Vidal.


    0:1 stand es zu diesem Zeitpunkt, nachdem Bayer 04 eine lahme Anfangsphase hingelegt hatte, voller Abspielfehler und mit wenig Bewegung, dazu zweikampfschwach und lauffaul. Nach 13 Minuten wurden sie bestraft. Grafite hatte Haggui locker ausgespielt und den Pfosten getroffen. Edin Dzeko schob den Abpraller ein. Auch das Gegentor taugte nicht als Weckruf für Leverkusen. Aber die eine Werkself ließ sich immerhin von der anderen einzulullen.


    Nach 22 Minuten hatte Bayer 04 durch Kießling die erste eigene Gelegenheit. Und nach 33 Minuten rechtfertigte Vidal seine Einwechslung durch die erste gute Flanke für Bayer 04. So etwas hatte die Wolfsburger Abwehr gar nicht mehr für möglich gehalten – entsprechend frei standen Barbarez, der per Kopf ablegte, und Gekas, der sicher vollstreckte.


    Bayer 04 spielte nicht mehr ganz so bräsig wie zu Beginn, blieb aber defensiv anfällig. Die Bedrohung ging weniger von Wolfsburgs Kapitän Marcelinho aus. Das Problem war dessen Landsmann Grafite. In der 38. Minute verzog der 29-Jährige knapp, in der 43. Minute führte er Manuel Friedrich mit einem Beinschuss vor. In der Mitte drückte der Japaner Hasebe den Ball samt Hans Sarpei über die Linie. Leverkusen musste mit mehr Risiko in die zweite Hälfte gehen und wäre um Haaresbreite ins Verderben gerannt. Zwei große Chancen ließ Grafite noch aus, ehe Leverkusen das Spiel in den Griff bekommen konnte. Nach 58 Minuten rettete Wolfsburgs Josué gegen Barbarez auf der Linie, dann folgten die umstrittenen Szenen mit Gentner. Statt des Schiedsrichters half Wolfsburg den Leverkusenern beim Ausgleich. Rolfes bediente den eingewechselten Russen Dmitri Bulikyn. Dessen Hereingabe landete bei Wolfsburgs Verteidiger Costa, der den Ball unerreichbar für seinen Torwart Benaglio einlenkte (73.). Leverkusen drängte auf den Sieg und brauchte doch noch einmal eine Glanztat von Torwart Adler gegen Grafite, um nicht zu verlieren.


    Einzelkritik
    ERSTELLT 27.04.08, 21:20h, AKTUALISIERT 27.04.08, 22:19h


    René Adler stark


    Machtlos bei den Gegentoren, verhinderte eine frühe Entscheidung gegen sein Team und rettete das Remis..


    Gonzalo Castro schwach


    In der ersten Halbzeit pomadig und unkonzentriert. Nur ein paar gefährliche Flanken sind zu wenig, ebenso die Steigerung nach 70 Minuten.


    Manuel Friedrich schwach


    Unsicher im Abspiel, hinten leicht auszuspielen.


    Karim Haggui schwach


    25 Minuten voller Fehler, dann durch die Auswechslung erlöst


    Hans Sarpei mäßig


    Hielt die linke Seite zu selten dicht.


    Paul Freier schwach


    Ein Dribbelkönig, der kein Land gewinnt - und so keine Hilfe ist.


    Arturo Vidal durchschnittlich


    Brachte Einstellung und Kampfkraft ins Spiel, aber keine spielerische Idee.


    Simon Rolfes durchschnittlich


    Ohne die gewohnte Dynamik, aber passsicher und auch Wegbereiter des 2:2.


    Lukas Sinkiewicz durchschnittlich


    Überzeugte kämpferisch von Beginn an, sowohl im Mittelfeld als auch in der Abwehr ohne große Fehler


    Stefan Kießling durchschnittlich


    Fleißig wie gewohnt, fühlte sich später auf dem rechten Flügel wohler als links.


    Sergej Barbarez schwach


    Drei starke Momente, viel Unvollendetes.


    Sascha Dum stark


    Kam für Barbarez und sorgte über linke Seite für viel Dampf.


    Theofanis Gekas durchschnittlich


    Wenig am Ball, aber immer in der richtigen Position, und trotz der schwachen Belieferung aus dem Mittelfeld unverzagt.


    http://www.ksta.de

    Zitat

    Original von Viererkette


    Jau, schenk ich Angie zu Weihnachten, oder besser nicht ...... ?


    :LEV9


    Wenn Du gerne Silvester noch erleben möchtest, würde ich an Deiner Stelle nochmal drüber nachdenken..... :LEV8

    Zitat

    Original von Walker321
    Was ist denn nun mit den leckeren Big Soccer Burgern?
    Die sind doch stets sehr gut angenommen worden.....könnten diese nicht wieder ins Angebot aufgenommen werden?


    Weiß da jemand was? :LEV9


    Die sind nach Bericht von BayRest eben nicht gut angekommen. Die Verkaufszahlen waren zu niedrig. Aber, wie schon geschrieben, soll auch über künftige Sonderaktion noch gesprochen werden. Ein wenig Geduld solltet Ihr also aufbringen.

    Anbei eine aktuelle Info von BayRest:


    Wie besprochen kommen am Sonntag, 27.04.2008 zum Spiel gegen Wolfsburg folgende Neuerungen in der Umgriffebene zum Einsatz:


    - Portionstütchen extra scharfer Senf an allen Food-Countern, zusätzlich zu
    unserem Standard-Senf


    - "süsse Kiste" im D-Block mit Schokoladenriegeln, Chips, Erdnüsse, und einer
    Auswahl von Hariboartikeln


    Ebenfalls haben wir nochmals mit der Bäckerei Heisters gesprochen, daß diese am
    Sonntag verstärkt auf die Qualität der Brötchen und Laugenbrezeln zu achten hat.

    VON STEFAN ANDRES, 23.04.08, 18:27h, AKTUALISIERT 23.04.08, 18:32h


    „Es drohen bei uns keine italienischen Verhältnisse!“ Stefan Thomé wird energisch, als er diesen Satz formuliert. Dem Leiter des Fanprojekts Leverkusen fehlt jegliches Verständnis für Vorstöße aus der Politik oder vonseiten der Polizeigewerkschaft, die nach jüngsten Vorfällen in Fußball-Bundesliga-Stadien härtere Strafen für gewalttätige Fans fordern.


    Die „italienischen Verhältnisse“ beschreiben in der aktuellen Diskussion die schlimmste anzunehmende Sorte von Fan-Ausschreitungen beim professionellen Fußballsport. Thomé: „Die Gewalt rund um den Fußball hat in Italien eine ganz andere Dimension als hier.“ Nachdem sich in den vergangenen Wochen in Frankfurt Nürnberger Fans auffällig benommen haben und in Liga zwei auch Fans aus Köln und Mönchengladbach, fordern einige Funktionäre, namentlich der Brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm und der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, weitergehende Maßnahmen wie lebenslängliche Stadionverbote. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) zeigt sich in einer Pressemitteilung „entsetzt über repressive Forderungen einiger Innenminister und Polizeivertreter“. Demnach werde derzeit der Eindruck erweckt, eine Welle der Gewalt rolle durch deutsche Stadien. Das aber sei nicht der Fall. Die BAG, der das vom Sozialpädagogen Thomé geleitete Fanprojekt Leverkusen zugehört, fürchtet nun, dass ihre erfolgreiche Arbeit mit überzogenen Maßnahmen nachhaltig behindert werde. Denn tatsächlich habe die Anzahl von „Problemfans“ in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland stetig abgenommen, berichtet Thomé. Die gesamte Klientel auf den Stadionrängen habe sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert, erklärt auch Fanprojekt-Mitarbeiter Frank Linde: Früher sei es immer noch anrüchig gewesen, zu Fußballspielen zu gehen, „heute besuchen ganze Familien die Spiele“. Erst im März hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) neue „Richtlinien zur einheitlichen Behandlung von Stadionverboten“ herausgegeben. Darin ist unter anderem die Reduzierung der Maximaldauer eines bundesweiten Stadionverbots von fünf auf nun drei Jahre vorgesehen.


    Bewährungskonzept


    Die BAG lobt diese Maßnahme als „beispielhaft und vorbildlich“, während populistische Forderungen nach Repression eher zur Eskalation beitrügen, statt sie einzudämmen. Thomé: „Der DFB hat unser Leverkusener Bewährungskonzept für Ersttäter dabei fast eins zu eins übernommen. Darauf sind wir natürlich sehr stolz.“ Das Konzept, in Leverkusen seit sieben Jahren im Einsatz, sieht eine Halbierung der Strafe vor, wenn sich der Täter von der Szene distanziert, sich in der Fanarbeit und gegebenenfalls auch in einer sozialen Einrichtung engagiert. „Gerade für jugendliche Ersttäter im Alter von 13 bis 17 Jahren“ sei eine solche Chance sinnvoll und erfolgversprechend, versichert Thomé. In Leverkusen gibt es derzeit 25 Fans, denen ein Stadionverbot auferlegt ist. Thomé: „14 Verbote davon sind ausgesprochen worden, nachdem sich einige vor einem Jahr von Dortmunder Fans vor der Bay-Arena haben provozieren lassen.“ Diese Verbote seien auch „absolut berechtigt“.


    Thomé setzt für seine Arbeit auch stets auf einen „Selbstreinigungsprozess in der Szene“. Erst kürzlich, beim Heimspiel der Bayer-Kicker gegen Schalke 04, hätten sich, berichtet Thomé, 40 Schalker Fans mit bundesweitem Stadionverbot und rund ein Dutzend Leverkusener Fans mit Stadionverbot vor der BayArena verabredet. Und nicht etwa, um Lärm zu schlagen. Thomé: „Die haben sich in der Kneipe gegenüber das Spiel im Fernsehen angeschaut. Ohne Probleme.“


    Problematisch sei es eher in den neuen Bundesländern, räumt Stefan Thomé ein, wo Arbeitslosigkeit und eine starke rechte Szene Fans von Vereinen aus unteren Ligen Hintergrund für Gewalttätigkeit seien. Und „Problemfans“ gebe es natürlich überall, auch in Leverkusen, aber: „Wenn es Probleme gibt, muss man miteinander reden.“


    Leverkusener Anzeiger

    @ Eschi: Wir haben hier doch ausschließlich Architekten, Statiker und Baulöwen am Start. Klar, die sind, weil sie ihren Job genau kennen, schon seit zig Millionen Jahren mehrfache Multimillionäre, laufen Bill Gates in der Liste der reichsten Männer locker den Rang ab und sind selbstverständlich weit über Weltgrenzen hinaus bekannt. Weshalb sie nicht schon seit Jahren in Abramovich-Manier gleich ne ganz neue Mannschaft kaufen und ein Stadion im Weltall bauen, erschließt sich mir zwar nicht vollständig inhaltlich, aber ich muss ja auch nicht zwangsweise alles verstehen.