Beiträge von Strelczyk

    Basketball-Bundesliga-Coach Achim Kuczmann kann auf den kompletten Kader zurückgreifen.


    Am Samstag treten die Bayer Giants im Zelt auf und das auch noch in Köln. Allerdings ist damit weniger das zu Musical-Aufführungen genutzte Domizil am Kölner Dom gemeint als vielmehr die Heimspielstätte von RheinEnergie Köln am Girlitzweg. In der Tat verfügt dieses Gebäude über den Charme einer viel zu groß geratenen Camping-Unterkunft und ist daher sicherlich für so manchen Sportler, der dort zum ersten Mal aufläuft, etwas gewöhnungsbedürftig.


    Allzu lange Anpassungszeiträume dürfen sich die Giants beim rheinischen Duell am Samstagabend (18.30 Uhr) allerdings nicht genehmigen, wollen sie gegen Köln nicht die nächste Niederlage kassieren und damit in ein negatives Punktekonto rutschen. „Wir müssen von Beginn an hellwach sein, damit wir nicht wieder so früh in Rückstand geraten“, erklärt Coach Achim Kuczmann, der zur Vorbereitung das letzte Spiel der Kölner in Berlin per Videoanalyse sezierte. „Wir haben gegen Köln ja schon mal in der Vorbereitung gespielt, aber mittlerweile sind die ein ganzes Stück weiter. Wir allerdings auch. Es wird bestimmt eine sehr intensive Begegnung, da viele athletische Akteure auf dem Feld sind“, erwartet Kuczmann alles andere als eine einschläfernde Partie. Dies wäre aber auch ein vollkommen untypischer Verlauf eines Duells, an dem die Giants beteiligt sind. Schließlich garantierten die Jungs um Kapitän Nate Fox in den vergangenen Wochen beständig Spannung bis zur letzten Sekunde.


    Unter der Woche hat man in der Dopatka-Halle unter anderem daran gefeilt, die Anzahl der Ballverluste zu reduzieren. „Vor allem die, die wir in der Offense beim Break produzieren“, weist Achim Kuczmann auf einer bislang schon des öfteren aufgetretene Schwäche seiner Akteure hin. Ansonsten ist zur Zeit alles gesund und munter, was ein Trikot der Bayer-Basketballer trägt und darüber freut sich der Trainer mächtig. Schließlich weiß Kuczmann, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist und etliche Konkurrenz-Teams schon Verletzte zu beklagen haben. Ob die Anwesenheit aller Akteure allerdings gegen Köln die Chancen auf einen Erfolg erhöhen, muss bezweifelt werden. Vielmehr wird es darum gehen, ob sich die Giants im Rebounding steigern können, ihre Ballverluste reduzieren und auch wieder mehrere Leverkusener im zweistelligen Bereich punkten werden.


    KStA

    Profi-Akteur Sascha Dum wird den Regionalligisten am Samstagnachmittag im Stadion am Zoo verstärken.


    Zur Abwechslung laufen die Regionalliga-Fußballer von Bayer Leverkusen II beim Wuppertaler SV Borussia am Samstag (14 Uhr) in einem Stadion auf, das sie bereits kennen. In der vergangenen Oberliga-Saison spielte das Team im Zoo-Stadion vor leeren Rängen gegen die Reserve des Klubs. Für das Duell mit der Erstvertretung erwartet Co-Trainer Dirk Dreher ebenfalls kein ausverkauftes Haus: „Ich denke, so knapp 2000 werden wohl da sein“. Ein Blick auf die Statistik könnte dabei für zusätzliche Hoffnung sorgen. Der Wuppertaler SV ist die zweitschlechteste Heimmannschaft der Liga. Vor eigenem Publikum gelang der Elf von Trainer Uwe Fuchs erst ein Sieg.


    Unter der Woche musste Chef-Coach Ulf Kirsten viel Schreibarbeit verrichten, da der Verband Stellungnahmen zum Spiel gegen Oberhausen verlangte. Ob Ulf Kirsten nach seinem Verweis auf die Tribüne eine Strafe zahlen muss, ist noch nicht sicher. Geklärt ist mittlerweile aber, dass Igor Bendovskyi nach seiner Tätlichkeit eine vierwöchige Sperre erhält. Für ihn wird Sascha Dum in Wuppertal auflaufen. Er konnte sich krankheitsbedingt für den Profi-Kader nicht empfehlen und soll nun bei den Amateuren Spielpraxis sammeln. Die Akteure, die in der zweiten Hälfte gegen Oberhausen vorübergehend den 0:3-Rückstand in ein Unentschieden umwandelten, haben natürlich die besten Chancen, in Wuppertal aufzulaufen. „Marcel Reichwein hat nach seinem Tor im Pokal und am vergangenen Samstag jedes Recht, seinen Einsatz zu fordern“, erklärt Trainer Ulf Kirsten. Die Entscheidung, ob René Schnitzler oder Reichwein im Sturmzentrum für Treffer sorgen sollen, wurde dem Coach unter der Woche jedoch abgenommen. Schnitzler zog sich im Training eine Sprunggelenksverletzung zu und fällt vorläufig aus. Zudem rückt vermutlich Marius Schultens in die Anfangsformation. Der talentierte Spieler hatte in den letzten Wochen das Problem, dass er zwar in jeder Partie insgesamt eine gute Leistung zeigte, jedoch zu oft an Gegentoren beteiligt war. Derweil soll Cataldo Cozza wieder im Mittelfeld die Geschicke lenken.


    Nach zwei Niederlagen gegen unmittelbare Konkurrenten im Abstiegskampf wäre ein Sieg in Wuppertal wichtig. „Wir haben in der kommenden Woche spielfrei, von daher könnten wir die Pause viel gelassener genießen“, so Dreher.


    KStA

    Ulf Kirsten hofft, dass seine Fußballer die ordentliche Leistung in der Regionalliga bestätigen werden.


    Für den neutralen Zuschauer wäre die Erstrundenpartie im Mittelrhein-Pokal ein wahres Fußballfest gewesen. Für die Trainer war der 3:2 (2:1)-Sieg von Bayer 04 II gegen die Reserve des 1. FC Köln eine Begegnung zum Haare raufen. „Das Spiel hätte heute auch 10:10 ausgehen können und vermutlich hätten dann beide Teams immer noch nicht alle Chancen genutzt“, erklärte Leverkusens Coach Ulf Kirsten nach der Partie.


    Begünstigt durch viele individuelle Fehler entwickelte sich ein flottes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Die Kölner wirkten dabei optischen überlegen, während Bayer sein Heil in Kontern suchte. Ein fragwürdiger Strafstoß, den Cataldo Cozza glücklich verwandelte, führte zur Führung (22.). Kölns Keeper Thomas Kessler hatte den Ball bereits sicher, ließ ihn aber doch über die Torlinie kullern. Einen weiteren Konter schloss Marcel Reichwein, einer der besten Akteure auf dem Platz, nach einem Sololauf ab (37.).


    Nach einem Fehler von David Thiel erzielte Köln durch Daniel Chitsulo noch vor der Pause den verdienten Anschlusstreffer (44.). „Eine Konzessionsentscheidung“, wie es nachher Kölns Trainer Christoph John beschrieb, führte zum Ausgleich (54.). Giovanni Cannata ging im Sechzehner mit etwas zu viel Körpereinsatz in den Gegner. Den fälligen Strafstoß verwandelte Alaattin Tosun sicher. Als jeder mit einer Schlussoffensive der Gastgeber rechnete, erzielte Dejan Lazarevic aus dem Nichts das 3:2 für Bayer (63.). Mit großem Siegeswillen und einer guten Torwartleistung rettete der Gast den Vorsprung über die Zeit. „Auch wenn Thiel beim 1:2 einen Fehler machte, hat er uns am Ende das Weiterkommen gesichert“, erklärte Co-Trainer Dirk Dreher. Der Torhüter war ebenfalls mit seiner Leistung zufrieden: „Das hat heute richtig Spaß gemacht und ich bin froh, dass die Mannschaft in der nächsten Runde steht“.


    Bevor es im November zum Bezirksligisten Kaller SC geht, stehen in der Regionalliga wichtige Aufgaben an. Am Samstag (14 Uhr) empfängt das Team von Ulf Kirsten Rot-Weiß Oberhausen. Für Bayer II ist es also der zweite Versuch, nach einem Erfolgserlebnis den Schwung und die Motivation mitzunehmen. Nach dem Sieg über den VfB Lübeck und der Niederlage in Düsseldorf gelang dies bekanntlich nicht. „Wir wollen uns die verlorenen Punkte aus dem letzten Spiel bei der Fortuna gegen die Oberhausener wiederholen“, hofft Kirsten, dass seine Elf eine ähnliche Leistung zeigt wie im Pokal. Ein Konterspiel werden seine Schützlinge wohl nicht aufziehen können, da auch Oberhausen im Tabellenkeller steht und nicht dafür bekannt ist, besonders offensiv zu agieren. Ob die angeschlagenen Thomas Hübener und Igor Bendovskyi auflaufen können, ist fraglich, dagegen könnte Timo Röttger wieder dabei sein.


    Bayer 04 Leverkusen: Thiel, Cozza, Hergesell, Schultens, Cannata, Camdali, Lartey (85. Döpper), Student, Reichwein (70. Schnitzler), De Wit, Lazarevic.- 1.FC Köln II: Kessler, Schöneberg (65. Eßer), Sambou, Benschneider, Tosun, Zinke, Schlösser (79. Heinrichs), Alushi, Chitsulo, Epstein (41. Laux), Volkert.- Schiedsrichter: Kuhl. - Zu schauer: 325.- Tore: 1:0: Cozza (22.), 2:0, Reichwein (37.), 1:2: Tosun (44.), 2:2: Alushi (54.), 3:2: Lazarevic (63.).


    KSTA

    Brandon Woudstra ist medienfreundlich. Kurz nachdem er angesprochen wird, strahlt der 25-Jährige Amerikaner über das ganze Gesicht und gibt freundlich Auskünfte. Zwar (noch) auf Englisch, denn das Deutsch-Lernen läuft noch nicht allzu lange, doch so stellt sich Otto Reintjes, der Abteilungsleiter der Giants, die Kommunikation zwischen Spielern und Medien oder zwischen Akteuren und Fans vor.


    Knapp zwei Stunden zuvor, in der Anfangsphase der Partie zwischen den Leverkusenern und den Skyliners aus Frankfurt, wirkten Woudstra und seine Kollegen nicht annähernd so entspannt.


    Frustrierte Frankfurter


    Das war natürlich auch Reintjes nicht entgangen. „Was war denn da mit denen los, die wirkten ja total verkrampft“, hatte der ehemalige Profi verwundert gefragt und ebenso erstaunt reagierten auch die 1400 Fans in der Wilhelm-Dopatka-Halle. Nicht weniger als sechs Ballverluste in etwas mehr als vier Minuten waren in der Tat ziemlich rekordverdächtig. „Da haben wir wirklich nicht gut gespielt“, musste auch Brandon Woudstra zugeben, „und am Ende war es wieder mal ganz knapp. Aber so lange man diese Spiele gewinnt, macht es Spaß, auch wenn die Leistung nicht so toll war.“


    Beim 71:68 (42:44) waren die Giants im Gegensatz zur Heimniederlage gegen Tübingen dieses Mal die Glücklicheren und während die Frankfurter Spieler fast alle telefonierend um ihren Reisebus herum standen und Frust schoben, plauderten die Gastgeber in der Halle noch mit Fans, Freunden und den Medien.


    Darunter auch der dynamische Forward Woudstra, der gegen die Skyliners zwar kämpferisch überzeugte (acht Rebounds), spielerisch (22 Prozent Trefferquote, vier Ballverluste) aber nicht glänzen konnte. Aber vielleicht läuft es ja im nächsten Spiel schon wieder besser und das steht schon am Sonntag (16 Uhr) erneut in der Wilhelm-Dopatka-Halle, an. Dieses Mal heißt der Gegner Karlsruhe, kommt aus dem Badischen und ziert das Tabellenende. Also, leichtes Spiel für die Giants?


    „Oh nein, auf keinen Fall. Wir haben ja schon in der Vorbereitung gegen Karlsruhe gespielt. Die haben in Derrick Allen einen der besten Scorer und den besten Rebounder der Liga und sind ein physisch starkes Team. Da müssen wir sehr aufpassen“, will Woudstra nichts von einem Selbstläufer wissen.


    Und vielleicht fallen am Sonntag ja auch wieder die Dreier rein, was aber nicht nur für den Flügelspieler gilt. Bescheidene 19 Prozent trafen die Leverkusener am Mittwoch und wenn nicht Josiah James am Mittwoch seine bislang wohl stärkste Leistung im Trikot der Giants gezeigt hätte (aber sicher immer noch nicht sein ganzes Potenzial entfaltet hat), hätte sich keiner über eine Bayer-Niederlage beschweren können.


    KStA

    Die Mannschaft von Coach Achim Kuczmann trifft auf einen personell extrem geschwächten Gegner.


    Die Bilanz ist wieder ausgeglichen. Den zwei Siegen zum Auftakt der Basketball-Bundesliga folgten zuletzt zwei Niederlagen und so steht das Punkte-Konto der Bayer Giants Leverkusen zwar nicht bei Null, es ist aber zumindest ausgeglichen. So soll es aber nicht bleiben, wenn es nach Achim Kuczmann geht. Der Headcoach der Leverkusener hofft auf Erfolgserlebnisse aus den kommenden Aufgaben. Angefangen werden soll direkt am Mittwoch, wenn Vize-Meister Deutsche Bank Skyliners Frankfurt um 19.30 Uhr zum Sprungball in der Wilhelm-Dopatka-Halle antritt.


    Während die Giants in Bestbesetzung antreten können, hat sich in Frankfurt große Verletzungs-Not breit gemacht. Nicht nur, dass Spielmacher Pascal Roller ausfiel, gegen Bonn mussten am vergangenen Wochenende auch noch Stefano Garris, Carlos Andrade ud Jukka Mattinnen passen. Dennoch kämpften sich die Hessen gegen die Telekom Baskets Bonn in die Verlängerung, wo sie letztlich unterlagen. „Frankfurt verfügt immer noch über Akteure, die gut Basketball spielen können. Auch wenn einige Spieler verletzt sind. Das hat man gegen Bonn gesehen. Und angeschlagene Gegner sind besonders gefährlich“, warnt Achim Kuczmann vor Leichtsinn und im Vorfeld eingeplanten Punkten gegen den Meister von 2004.


    Auf einen Lerneffekt aus der 73:101-Packung bei Alba Berlin vom Sonntag hofft Kuczmann dagegen intensiv. „Die Jungs werden sich schon so ihre Gedanken zu diesem Spiel gemacht und sich untereinander ausgetauscht haben. Dazu harmonisieren die zu gut miteinander“, setzt der Coach zudem auf den Teamgeist seiner Truppe.


    Außerdem spekuliert er auf eine bessere Trefferquote aus der Distanz, „denn 15 Prozent wie in Berlin sind für uns wohl nur eine Ausnahme gewesen.“ Unter den Körben gab es in der Hauptstadt zwar nicht die großen Probleme, denn Ajmal Basit und Josiah James setzten sich dort einige Male gut durch, aber ein bisschen mehr könnte von diesen Positionen schon noch kommen, vor allem wenn von außen erneut nur wenig reinfallen sollte.


    Man darf gespannt sein, wie die Giants ihren dritten Auftritt vor heimischer Kulisse gestalten werden und ob gegen Frankfurt tatsächlich der nächste Sieg geholt wird, um den Monat Oktober mit dem darauf folgenden Duell in Karlsruhe positiv ausklingen zu lassen.


    KStA

    Deniz Naki ist der überragende Akteur beim 4:0-Sieg gegen Preußen Münster.


    Im Jugendfußball ist momentan ein aus dem Basketball bekannter Trend zu beobachten. Bayer 04 U-17-Fußballer Deniz Naki übertrieb es beim 4:0 (2:0)-Sieg seiner Elf im Regionalliga-Spiel gegen Preußen Münster allerdings etwas. Während der Partie spielte er beinahe jeden Pass als „No-Look-Pass“, also den Ball zum Mitspieler schieben und in eine komplett andere Richtung schauen. Sein Trainer Markus von Ahlen nahm es seinem überragenden Mittelfeldspieler aber nicht allzu übel. „Das war heute ein Pflichtsieg“, erklärte der Coach. Die Schwäche des Gegners ließ es zu, dass Naki seiner Spielfreude ausgiebig frönen konnte. Nachdem Richard Sukuta die Führung erzielte (8.), begann die Show des U-17- Nationalspielers. Zunächst bediente er Sukuta zum 2:0 (30.) und mit einem Lattentreffer setzte er ein weiteres Ausrufezeichen. Nach der Pause wurde es einem Münsteraner mit Naki scheinbar zu bunt. Fernab des Balles trat er den Mittelfeldspieler im Strafraum grundlos um. Den kuriosen Elfmeter verwandelte Stefan Reinartz sicher (43.). Mit einem Tor aus 25 Metern (58.) und einem weiteren Lattentreffer krönte Naki seine gute Leistung. (mr)


    Bayer Leverkusen U17: Giefer, Kaptan, Oczipka, Teixeira (63. Hermsen), Reinartz, Kaplan (55. Kampl), Petersch, Naki, Sukuta (63. Hentschel), Kluft, Sauerbier (Schilling).


    KStA

    Die Elf von Ulf Kirsten lässt die Tugenden der Vorwoche gegen die Rheinländer völlig vermissen.


    Trotz einer 0:2-(0:1)-Niederlage waren die Fußballer von Bayer 04 II in der Düsseldorfer LTU-Arena heiß begehrt. In die Katakomben des Fußball-Tempels hatten sich ein paar Kinder verirrt, die hartnäckig nach Autogrammen verlangten. Die Akteure im Leverkusener Dress fragten sich wohl innerlich, warum nach einer solch schwachen Leistung irgendjemand ein Autogramm von ihnen haben will. Die Amateure verhielten sich ganz profihaft und erfüllten die Wünsche ohne zu murren.


    Genauso bizarr wie die Autogrammstunde der Verlierer, war das Auftreten der Elf während des Spiels bei Fortuna Düsseldorf. Ohne Mut, mit wenig Laufbereitschaft und noch weniger Ideen in der Offensive hatten die Gastgeber leichtes Spiel. Nach der Führung durch Marcel Podszus (13.) überließen die Düsseldorfer Bayer das Geschehen und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Außer ein paar guten Aktionen von Igor Bendovskyi kam jedoch nicht wirklich viel. Neben dem Mittelfeldspieler konnte nur noch Kapitän Thomas Hübener überzeugen, ansonsten erkannte Trainer Ulf Kirsten sein Team nicht wieder. „Die Jungs haben letzte Woche den Tabellenführer mit 6:2 geschlagen und heute fehlte alles, was uns dort ausgezeichnet hatte“, erklärte der Coach ein wenig ratlos. Podszus zweiter Treffer, nach einem klassischen Konter (80.), beendete das Drama. Kirsten verzichtete übrigens freiwillig auf Timo Röttger. Der Stürmer wurde wegen einer Unbeherrschtheit im Training intern für ein Spiel gesperrt.


    Auch am Mittwoch (19 Uhr) wird Röttger gegen den 1. FC Köln nicht auflaufen, da Akteure mit Profivertrag im Mittelrhein-Pokal nicht spielberechtigt sind. Aus diesem Grund können auch Tom Starke und René Adler nicht spielen. Daher steht Bayers Ersatzkeeper David Thiel vor der größten Begegnung seiner Karriere, zumindest was den Senioren-Fußball angeht. „Ich habe zwar kaum Spielpraxis, aber natürlich auch nichts zu verlieren und freue mich auf die Partie“, erklärt der Torwart gelassen. Auf der Bank wird vermutlich Kirstens Sohn Benjamin Platznehmen. Der Trainer weiß, dass es keine leichte Aufgabe wird, die erste Runde im Pokal zu überstehen. „Es ist wie immer im Derby, da sind alle sehr motiviert, die Kölner wie auch wir“, sagt Kirsten. Während die Kölner sich für die 1:4-Schlappe in der Liga revanchieren wollen, werden sich die Leverkusener bestimmt an die Heimschlappe aus dem letzten Finale des Mittelrhein-Pokals erinnern. „Eine sonderliche Brisanz erwarte ich aber nicht am Mittwoch“, schaut Kirsten voraus.


    Mit einer Leistung wie am Freitag gegen Düsseldorf wird es auf jeden Fall sehr schwer zu bestehen. Bayer II wirkt momentan wie eine Wundertüte. Von Spieltag zu Spieltag präsentiert die Mannschaft ein anderes Gesicht.


    Bayer 04 Leverkusen II: Starke, Cannata (83. Döpper), Hübener, Schultens, Hergesell Cozza, Camdali, De Wit, Lartey (67. Reichwein), Bendovskyi (83. Lazarevic), Schnitzler. - Fortuna Düsseldorf: Deuß, Bürk, Eraslan, Barth, Kruse, Böcker, Lambertz, Canale (86. Marzok), Cebe (63. Wolf), Podszus (88. Pusic), Feinbier. - Schiedsrichter: Drees (Mainz). - Zuschauer: 5582. - Tore: 1:0 Podszus (13.), 2:0 Podszus (80.).


    KStA

    Die Bundesliga-Basketballer scheitern an der aggressiven Defense des Teams aus der Hauptstadt.


    Mike Penberthy ist ein Spielverderber. Eindeutig. Das werden zumindest die Bayer Giants beschwören, denn Alba Berlins amerikanischer Neuzugang mit NBA-Erfahrung sorgte bei der 73:101 (44:51) der Leverkusener in Berlin für den prompten Zusammenbruch aller Bayer-Träume auf ein positives Abschneiden in der Hauptstadt.


    Mit drei Zählern lagen die Bayer Giants in der 18. Minute nur hinten (44:47), bis zur Pause kamen noch vier weitere Berliner Punkte hinzu, so dass der Rückstand der Gäste beim Gang in die Kabinen der Max-Schmeling-Halle immer noch sehr überschaubar war. „Wir hatten uns vorgenommen, mit viel Biss aus der Pause zu kommen und direkt wieder richtig ins Spiel zurück zu finden. Doch Mike Penberthy hat uns da einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht“, so Bayer-Coach Achim Kuczmann. Penberthy also, der mit den Los Angeles Lakers immerhin NBA-Champion geworden ist und als starker Schütze aus der Distanz gilt. Warum, das zeigte er direkt nach der Pause. Zuerst beförderte er einen Dreier aus mehr als sieben Metern Entfernung ins Ziel, kurz darauf rauschte der nächste Versuch aus mehr als acht Metern in den Korb der Giants. Während die 7154 Zuschauer aus dem Häuschen waren, gab es bei den Gästen Frust. Die Ballverluste häuften sich, Alba Berlin gewann das dritte Viertel mit 24:12 und damit war die Partie im Prinzip schon entschieden. „Das war genau das, war wir natürlich nicht wollten“, maß auch Achim Kuczmann diesen beiden Szenen eine erhöhte Bedeutung bei. Nicht zu vergessen aber auch die insgesamt hohe Anzahl an Ballverlusten der Giants (28) sowie die schlechte Dreierquote (15,8 Prozent; Alba dagegen 52 Prozent), die ebenfalls zur deutlichen Niederlage beitrugen. Gegen die wie gewohnt enorm bissige Defense der Gastgeber, die in Jovo Stanojevic (25 Punkte in 27 Minuten Einsatzzeit) ihren erfolgreichsten Korbjäger hatten, konnte sich nur Brandon Woudstra nachhaltig durchsetzen, seine Landsleute Scott Ungerer und Chris Brown sowie Gordon Geib blieben dagegen blass. „Jetzt sind die nächsten beiden Spiele wichtig für uns, darunter das am Mittwoch gegen Frankfurt. Mit zwei Siegen sind wir in dieser Liga direkt wieder vorne mit dabei“, erklärt Kuczmann.


    Bayer Giants Leverkusen: Woudstra (19), Geib (3), James (14), Sigurdarson (6), Unger, Weber, Ohlbricht, Basit (10), Kangur (8), Fox (10), Brow n (3).


    KStA

    Die U-17-Fußballer von Bayer 04 Leverkusen waren unter der Woche mal wieder in alle Windrichtungen zerstreut. Für das Regionalliga-Heimspiel (Sonntag, 11 Uhr) am Kurtekotten gegen Preußen Münster sind alle gesund zurückgekehrt. Somit kann das Trainergespann Markus von Ahlen und Daniel Zillken auf die beste Formation zurückgreifen. Nur der Einsatz von Marcel Risse ist fraglich.
    Mit breiter Brust kommen vor allem Dennis Naki und Stefan Reinartz von ihrer Reise mit der U-17-Nationalmannschaft aus Portugal zurück. Hier gelangen der DFB-Elf mit drei Siegen die Qualifikation zur Europameisterschaft. Während Reinartz beim 4:0 über die Faröer Inseln und beim 10:0 über San Marino durchspielte, wurde Denis Naki in der dritten Begegnung gegen Portugal eingewechselt. Sein Treffer besiegelte den deutschen 2:0-Sieg über die Gastgeber.


    Auch der jüngere Jahrgang war mit der U-16-Auswahl aktiv. Fabian Giefer, Henning Sauerbier und Nils Teixeira kamen dabei zu einem 3:2-Erfolg und 1:1-Unentschieden gegen die Auswahl Russlands. „Wir müssen am Sonntag wieder punkten und ich denke, das sollte uns gegen Münster auch gelingen“, blickt Zillken optimistisch auf die Partie. (mr)


    KStA

    Das Team von Coach Achim Kuczmann wird unter den Körben aggressiver sein müssen als beim 87:89 gegen Tübingen.


    Alba Berlin gegen die Bayer Giants Leverkusen: Einer der Klassiker in der Basketball-Bundesliga. Diesmal in einem neuen Gewand, denn beide Teams haben sich personell enorm verändert, wobei die Fluktuation bei Alba sogar noch größer war als bei den Giants.


    Dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen, sind die Titel-Hamster gut in die noch junge Saison gestartet. Während Berlin jedoch immer noch unbesiegt ist, mussten die Leverkusener am Mittwochabend gegen Tübingen ihre erste Niederlage hinnehmen. „So ist das nunmal. Ich bin aber der Meinung, dass wir ganz gut gespielt haben und den Kopf deswegen nicht hängen lassen müssen“, sagte Coach Achim Kuczmann, „jetzt fahren wir eben nach Berlin und schauen, was wir dort machen können.“ Lange mit dem 87:89 gegen die von ihm hoch eingeschätzten Tübinger will er sich also nicht beschäftigen.


    Vermeidbar war die Niederlage jedoch allemal, zumal die Giants die Partie nach dem Wechsel doch recht gut im Griff hatten und sich bis zur 32. Minute sogar auf 80:70 absetzen konnten. Dann folgte jedoch eine Phase der Unkonzentriertheiten, was die an diesem Abend aus der Distanz ungewöhnlich treffsicheren Schwaben clever ausnutzten (80:81) und am Ende auch nervenstark ihre letzten Würfe trafen.


    Gegen Alba, das zuletzt die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt mit 111:81 abfertigte, können sich die Leverkusener solche Phasen noch weniger erlauben, denn das Team von Trainer Henrik Rödl wird nun mit noch mehr Selbstbewusstsein und Aggressivität zu Werke gehen, um seinen Titel-Träumen möglichst früh eine solide Basis zu schaffen. Unter den Körben muss am Sonntag beherzter zugepackt und aufmerksamer gearbeitet werden als es gegen Tübingen der Fall war, dann ist für die jungen Leverkusener auch in der Max-Schmeling-Halle etwas drin.


    Allerdings mussten sich gegen die Schwaben auch Nate Fox und Kristjan Kangur aufgrund ihrer hohen und frühzeitigen Foulbelastung in Zurückhaltung üben. So avancierte dann eben Brandon Woudstra zum erfolgreichsten Rebounder, was gegen Berlin wohl weniger zum Erfolg führen wird. Schließlich treibt dort mit Jovo Stanojevic einer der besten BBL-Center immer noch sein Unwesen unter den Körben.


    KStA

    Trainer Ulf Kirsten spricht seiner Mannschaft ein großes Kompliment aus.


    Ganz nah trat Trainer Ulf Kirsten an den großen Flat-Screen im Presseraum der BayArena heran. Dort stand es weiß auf schwarz im Videotext geschrieben: Die Fußballer von Bayer Leverkusen II bezwangen die Unbezwingbaren des VfB Lübeck in der Regionalliga mit 6:2 (4:1). Der Coach musste wohl erst noch mal überprüfen, ob er die letzten 90 Minuten nicht nur geträumt hatte. „Ich kann das alles noch nicht realisieren, ein 6:2 gegen den Spitzenreiter. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft“, sprach Kirsten nach dem Spiel aus.


    Ungläubiges Staunen stand bereits nach zehn Minuten in vielen Gesichtern der knapp 600 Zuschauer im Haberland-Stadion. Bayer II legte engagiert los und setzte den Gegner unter Druck. Igor Bendovskyi erzielte dann früh die Führung (8.). Endlich setzte einer der erfahreneren Akteure ein Zeichen für das junge Team. Als Mohammed Lartey kurz darauf Timo Röttger bediente und der zum 2:0 vollendete (10.), zeichneten sich wichtige Veränderungen ab. Jeder Schuss war ein Treffer und Lartey gelang ein großartiges Comeback im Kreis der Leverkusener Amateure.


    Es war eine mutige Entscheidung von Kirsten, einen Akteur ohne nennenswerte Spielpraxis von Beginn an zu bringen, doch der Mut sollte belohnt werden. Seine Mannschaft spielte ohne echten Zehner, da Pierre De Wit über muskuläre Probleme klagte. Lartey und Bendovskyi bildeten dafür eine Flügelzange mit René Schnitzler in der Mitte und Cataldo Cozza sowie Adrian Student bewachten das defensive Mittelfeld. Am Ende funktionierte das ganze System, indem vor allem Lartey und Cozza so ziemlich alles gelang. Zumindest was Lartey anging, war sich Kirsten sicher, dass sein Schützling an diesem Tag ein gutes Spiel machen wird. „Wir haben uns mit Momo sehr lange und sehr intensiv beschäftigt. Ich hatte das Gefühl, dass er sich bereits ein wenig aufgegeben hatte. Vor zwei Wochen habe ich mit ihm lange gesprochen und auch im Training geht er jetzt aggressiv und fleißig zur Sache“, erklärte der Coach. Mit zwei Toren und zwei Vorbereitungen bedankte sich Lartey am Sonntag bei seinem Coach für das Vertrauen.


    Adler mit tollen Paraden


    Bei dem Kantersieg über Lübeck konnten zudem Timo Röttger mit zwei Toren und René Schnitzler, der den Schlusspunkt setzte, endlich wieder treffen. Die Gäste machten es den Hausherren aber nicht allzu leicht und kamen zweimal zurück in die Partie. Allerdings bewahrte Bayer-Keeper René Adler mit tollen Paraden sein Team vor Schlimmerem und die Leverkusener legten in den entscheidenden Momenten immer nach. Eine geschlossene Mannschaftsleistung erkannte auch Kirsten nachher: „Wenn heute ein Spieler deutlich abgefallen wäre, hätten wir gegen einen solch starken Gegner auch einen Vorsprung verspielen können, aber heute haben alle die richtige Kampf- und Laufbereitschaft gezeigt“, sagte der Coach.


    Bayer Leverkusen II: Adler, Cannata, Hübener, Schultens, Hergesell, Cozza, Student, Lartey (66. De Wit), Bendovskyi, Röttger (87. Beckers), Schnitzler (79. Reichwein). - VfB Lübeck: Frech, Laaser, Schröder, Hirsch, D. Dogan, Kullig, Möckel, Türkmen (40. Hesse), Schweinsteiger, Bärwolf (46. Rump), Neitzel (70. Streit). - Schiedsrich ter: Bartsch (Marnitz). - Zuschauer: 600. - 1:0 Bendovskyi (8.), 2:0 Röttger (10.), 2:1 Schweinsteiger (29.), 3:1 Lartey (31.), 4:1 Röttger (44.), 4:2 Kullig (50. Foulelfmeter), 5:2 Lartey (58.), 6:2 Schnitzler (68.).


    KStA

    Die Basketballer präsentieren sich beim Vorbereitungsturnier in Berlin dennoch in guter Form.


    Die Bayer Giants Leverkusen sind für den Saisonauftakt am kommenden Freitag gegen den Deutschen Meister GHP Bamberg um Bundestrainer Dirk Bauermann gerüstet. Zwar verloren die Leverkusener beim Turnier von Alba Berlin alle drei Begegnungen, boten dabei aber gegen die Spitzenteams allemal starke Leistungen.


    Am Freitag unterlagen die Bayer-Basketballer Gastgeber Alba mit 80:92 (41:41), hielten die Partie aber bis kurz vor Schluss offen. Erst am Ende setzten sich die cleveren Berliner durch. Überragend aufseiten der Gäste war Kapitän Nate Fox - der insgesamt ein bärenstarkes Turnier spielte - und Aufbau Gordon Geib. Allerdings zog sich Geib in dieser Partie eine Oberschenkel-Verletzung zu und wurde fortan geschont. „Dadurch mussten wir natürlich einiges umstellen und beispielsweise Brandon Woudstra neben Sigurdarson mehr auf die Aufbauposition stellen. Das hat Brandon etwas aus dem Scoring genommen“, so Coach Kuczmann. Aber auch ohne Geib brachten die Giants den litauischen Meister Zalgiris Kaunis am Samstag beim 91:98 (45:38) an den Rand einer Niederlage. „Das es nicht zum Sieg gereicht hat, lag an unserer hohen Anzahl an Ballverlusten sowie an unserer schwachen Trefferquote aus der Nahdistanz“, so Kuczmann.


    In dieser Beziehung „glänzten“ vor allem Basit und James, die eine Vielzahl an Würfen unmittelbar am Korb nicht im Ziel unterbringen konnten. Da brachte auch die Treffsicherheit von Ungerer von jenseits der Drei-Punkte-Linie keine Entlastung. Ungerer deutete jedoch mit einer Quote von 12 / 10 Dreiern aus allen drei Partien eindrucksvoll seine Gefährlichkeit an. „Ärgerlich ist aber, dass wir Kaunas nicht bezwungen haben, denn eine Minute vor dem Ende hatten wir beim Stand von 90:90 durch Scott Ungerer per Korbleger die Chance zur Führung, doch der Ball ging daneben und danach mussten wir nach dem nächsten Erfolg des Gegners foulen, was Kaunas einfach Punkte von der Linie bescherte“, monierte Achim Kuczmann den verpassten Sieg gegen das europäische Spitzenteam.


    Neben Nate Fox fiel diesmal Brandon Woudstra besonders auf und Fox sollte neben Scott Ungerer auch in der letzten Begegnung gegen den polnischen Champion Treft Sopol eine Hauptrolle spielen. Doch auch die beiden treffsichersten Leverkusener konnten nicht verhindern, dass sich am Ende beim 91:98 die Kontrahenten durchsetzten. Trotz der drei Niederlagen zeigte sich Achim Kuczmann zufrieden. „Es war ein tolles Turnier und die Spiele gegen Spitzenteams haben uns sicherlich weiter gebracht. Meine Jungs haben gezeigt, dass sie mit europäischen Top-Klubs mithalten können. Das wir nicht einmal gewonnen haben, ist allerdings ein Manko“, so Kuczmann.


    „Wir sind aber für die Partie gegen Bamberg gut vorbereitet und haben auch Chancen auf einen Erfolg“, freut sich Achim Kuczmann auf den Bundesliga-Auftakt am Freitagabend in der Dopatka-Halle.


    Bayer Giants: Geib (15 gegen Berlin), Woudstra (15 / 23 / 6), Ungerer (12 / 13 / 24), James (9 / 4 / 2), Brown (0 / 2 / 10), Sigurdarson (3 / 3 / 8), Fox (20 / 21 / 20), Basit (6 / 7 / 10), Kangur (0 / 8 / 11), Ohlbrecht (0 / 0 / 0).


    KStA

    Bayers B-Junioren unterliegen beim FC Schalke 04 deutlich mit 0:4.


    "Auf Schalke" ist für Jugend-Fußballer von Bayer 04 seit Jahren kein schöner Ort. Ständig gibt es dort nach gutem Spiel eine Niederlage. Auch die B-Junioren mussten in der Regionalliga West beim 0:4 (0:0) wieder diese Erfahrung machen. „Natürlich kann ich mich bei diesem Ergebnis nicht hinstellen und sagen, wir haben unverdient verloren, aber auf jeden Fall ist das Ergebnis zu hoch ausgefallen“, erklärte Trainer Markus von Ahlen.


    Leverkusen hatte in der ersten Hälfte den Gegner unter Kontrolle und verpasste etliche Torchancen. Patrick Kadiata und Stefan Reinartz scheiterten per Kopfball. Nach dem Wechsel stellte Schalke im Mittelfeld das System um, löste die Viererkette auf und gelangte so zu einem Übergewicht. „Mit dieser taktischen Maßnahme sind wir zunächst überhaupt nicht zurecht gekommen“, erklärte von Ahlen. Mit einem Doppelschlag erzielte Schalke die Führung (43., 48.) und die Partie war somit bereits entscheiden.


    Zehn Minuten vor Schluss verschuldete Torwart Fabian Giefer einen Strafstoß, den die Gastgeber sicher verwandelten. Die niedergeschlagenen Bayer-Talente kassierten kurz vor Schluss sogar noch den vierten Treffer (78.). „Wir müssen mit den Jungs noch viel arbeiten, und sie müssen noch eine Menge lernen“, führte der Coach aus. Lernen müssen seine Schützlinge vor allem, dass sie momentan nicht zu den Besten der Liga gehören. Schalke und Dortmund ziehen an der Tabellenspitze einsam ihre Runden, während Bayer im Mittelfeld noch etwas hinter den Erwartungen liegt.


    Bayer U17: Giefer, Kaptan, Oczipka (65. Sauerbier), Teixeira, Reinartz, Kaplan, Ptersch, Naki, Sukuta, Risse, Kadiata (70. Schilling).


    KStA

    Ernüchterung bei Thomas Hörster und seiner Mannschaft in der BayArena.


    Vor ungewöhnlich vielen Zuschauern traten die Leverkusener Fußball-Talente in der A-Junioren-Bundesliga auf. Viel zu bejubeln gab es jedoch nicht. Die U 19 von Bayer 04 holte gegen Rot-Weiß Essen beim 2:2 (1:2) nur einen Punkt.


    Die U 19 von Bayer 04 weiß seit gestern, dass sie wohl nicht mehr oben in der Tabelle angreifen kann. In der BayArena demonstrierten die Gegner von Rot-Weiß Essen, warum sie bisher noch kein Spiel verloren haben. Hinten solide und vorne auf den lieben Gott hoffen. Die Rolle des göttlichen Beistands übernahmen Caspari (8.) und Keeper Kirsten (37.). Beide leisteten sich böse Schnitzer. Zwischen den beiden Treffern war es Pierre De Witt, der aus 20 Metern erfolgreich war (13.). Sein Zusammenspiel mit Dennis Schmidt sorgte für den Ausgleich in der zweiten Hälfte (55.). Jedoch selbst mit Tevfik Köse, dem genesen Schmidt, Kreativ-Kopf De Wit und einem Mann mehr in der Schlussphase hatte Bayer keine Torchance mehr. „Ich denke, wir wissen jetzt, wo wir stehen und hingehören, nämlich ins Mittelfeld der Liga“, sagte Trainer Thomas Hörster nach der Partie. Erschreckend war vor allem die Einfallslosigkeit, mit der die Leverkusener agierten. Immerhin hielt Dennis Schmidt 45 Minuten lang durch und erzielte bei seinen Saisondebüt auch gleich sein erstes Tor. „Mit Dennis vorne drin sieht das alles schon viel besser aus“, erkannte Hörster treffend. Stürmer brauchen jedoch Mannschaftskollegen, die sie in Szene setzen und daran krankt das Spiel der U 19 momentan doch ganz erheblich.


    Bayer Leverkusen U19: Kirsten Caspari (80. Temel), Touré,Falkenberg, Lakicevic (46. Schmidt) Kratz, Selmani, Schauerte, De Wit, Öztürk, Hettich (46. Köse).


    KStA

    Bundesliga-Basketballer reisen zu einem Vorbereitungs-Turnier nach Berlin.


    „So langsam ist das Kribbeln bei den Trainern, der Mannschaft und sicherlich auch bei den Fans zu spüren“, sagt Achim Kuczmann, Coach der Bayer Giants. In einer Woche startet die Basketball-Bundesliga für die Giants mit dem Heimspiel gegen Bamberg. Beim offenen Training am Dienstagabend war zu spüren, dass sich alle auf den Auftakt freuen. „Das sollte dazu dienen, Fans und Mannschaft einander näher zu bringen, und genau dieser Effekt wurde auch erzielt. Wir brauchen unsere Fans bereits gegen Bamberg. Ihre Unterstützung ist für uns unschätzbar wichtig“, so Kuczmann.


    Zuvor gilt es für die Leverkusener, sich einer letzten echten Standortbestimmung zu unterziehen. Ab Freitag stehen die Giants gegen drei europäische Spitzenklubs auf dem Prüfstand. Heute Abend geht es zunächst gegen Gastgeber Alba Berlin (20 Uhr), der sich erstmals komplett der eigenen Anhängerschar präsentieren wird. Am Samstag steht die Begegnung mit dem litauischen Titelträger Zalgiris Kaunas auf dem Programm (16 Uhr), ehe es abschließend am Sonntag (14 Uhr) zum Treffen mit dem polnischen Meister Prokom Sopot kommt. „Danach werden wir sehen, wo wir stehen. Wir nehmen diese Veranstaltung durchaus ernst“, erklärt Kuczmann, der auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. Auch der zuletzt angeschlagene Tim Ohlbrecht ist einsatzbereit.


    KStA

    Die Verantwortlichen bei Bayer sind froh, den ehemaligen Profi für die Aufgabe gewonnen zu haben.


    Während die Profis immer noch auf der Suche nach einem Fußballlehrer sind, ist zumindest am Kurtekotten ein wenig Klarheit eingekehrt. Jürgen Gelsdorf wird Nachfolger von Ralf Minge als Leiter des Jugend-Leistungszentrums von Bayer 04. Bereits vor ein paar Wochen, als Minge seinen Rücktritt bekannt gab, schaute sich der ehemalige Leverkusener Bundesliga-Profi sein erstes Spiel der U 19 an. „Es mussten in der Zwischenzeit noch einige Dinge geklärt werden, wir sind aber sehr froh, Jürgen Gelsdorf für diese Aufgabe gewonnen zu haben“, erklärt der Vor-Vorgänger und jetzige Sportmanager von Bayer 04, Michael Reschke. Gelsdorf soll sich hauptsächlich um die A- und B-Junioren des Klubs kümmern, während Bayer 04 Leverkusen II unter der Leitung von Ulf Kirsten mehr und mehr von der Profiabteilung betreut werden soll.


    Der 52-jährige Fußballlehrer ist seit dem 1. Juli bereits in der Scouting-Abteilung tätig, er soll die dortigen Aufgaben weiterführen und zudem seinen Schreibtisch am Kurtekotten beziehen. „Gelsdorf verbindet eine hohe Identifikation mit dem Verein und verfügt ebenfalls über fachliche Kompetenz durch seine langjährige Trainertätigkeit“, sagt Reschke.


    Ende der achtziger Jahre war er als A-Jugend-Trainer bei Bayer 04 aktiv und ist somit auch in diesem Bereich kein absoluter Neuling. Hier kreuzten sich zum ersten Mal die Wege von ihm und Markus von Ahlen, der später als Spieler auch noch in Bochum und Krefeld unter dem Trainer Gelsdorf aktiv war. Zukünftig werden beide also wieder zusammenarbeiten. Gelsdorf als Jugendleiter und von Ahlen als Coach der U 17. „Ich denke, Jürgen Gelsdorf kennt die Strukturen im Verein sehr gut und ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, erklärt von Ahlen.


    Auch Jürgen Gelsdorf sieht seinem neuen Tätigkeitsfeld positiv entgegen: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und bin davon überzeugt, die erfolgreiche Arbeit der Bayer 04-Nachwuchsabteilung in Zukunft mit eigenen Impulsen weiter fortsetzen zu können“. Inwieweit sich die Tätigkeitsbereiche im Scouting und der Jugendarbeit verbinden lassen, werden die nächsten Wochen zeigen.


    KStA

    Zwei Siege nach dem ersten Saisondrittel, Rang 16 mit nur neun Punkten - ein wenig mehr hätten sich die Leverkusener wohl schon vom Start in die Regionalliga erhofft.


    Auswärts ist die Mannschaft weiterhin ohne Sieg. Das Kardinalproblem des Teams zieht sich seit dem ersten Spieltag wie ein roter Faden durch die meisten Partien: Ulf Kirstens Elf kassiert zu viele "billige" Gegentore nach Standards.


    Während Bayer enormen Aufwand betreiben muss, um zu Treffern zu kommen, macht der Gegner sie häufig wie im Vorübergehen nach Einwürfen, Ecken und Freistößen.


    In der letzten Partie in Emden lagen die Leverkusener schon nach zehn Minuten auf Grund ihres halbherzigen Abwehrverhaltens in der Luft hoffnungslos hinten. So kassierte das Team mittlerweile bereits 21 Gegentreffer, erzielte selbst aber nur 14.


    Die Mannschaft, fußballerisch mit den meisten Gegnern durchaus auf Augenhöhe, präsentiert sich bei allen guten Ansätzen insgesamt zu naiv, das gilt auch und gerade im Abschluss. Für Bayer wird es darauf ankommen, wann der Lerneffekt greift und die Fehler reduziert werden. Der Klassenerhalt bleibt aber stets aktuell, solange es genug andere Mannschaften gibt, deren Probleme nicht geringer sind.


    Ralph Elsen


    kicker.de

    Der Leverkusener Basketballer Nate Fox wurde zum besten Rebounder der Veranstaltung ausgezeichnet.


    Im Anschluss an zwei intensive Trainingstage haben die Bayer Giants ohne große Probleme das internationale Vorbereitungsturnier in Amsterdam gewonnen. Sundsvall (Schweden) wurde mit 92:66 bezwungen, ehe die Österreicher aus Kapfenberg mit 74:64 geschlagen wurden. Im dritten Spiel gab es gegen den holländischen Titelträger Amsterdam Astronauts ein 81:71. „Für mich war es wichtig zu sehen, dass wir hier als Team aufgetreten sind. Jeder setzte sich irgendwann mal in Szene“, erklärte Coach Achim Kuczmann. Nach dem mühelosen Erfolg über Sundsvall (Topscorer bei Bayer: Jamal Basit (17), Brendon Woudstra (14), Scott Ungerer (13)) lagen die Leverkusener gegen Kapfenberg zur Pause mit fünf Punkten im Hintertreffen, ehe die Partie über den Kampf noch gedreht wurde. Hier trafen Woudstra (15), Nate Fox (12) und Jakob Sigurdarson (11) am besten. Gegen Amsterdam führten die Giants bereits zwischenzeitlich mit 19 Zählern, ehe die Niederländer die Nachlässigkeiten der Leverkusener nutzten und bisweilen auf sechs Punkte verkürzten. Gegen die Astronauts ragten Ungerer (19) und Woudstra (16) heraus. Nate Fox wurde anschließend als bester Rebounder des Turniers ausgezeichnet und Ungerer war mit insgesamt neun Treffern der beste Dreier-Schütze der Veranstaltung. Am Dienstag laufen die Giants für die Dauerkarteninhaber in der Dopatka-Halle zu einer offenen Trainingseinheit auf, ehe es dann zum Alba-Turnier nach Berlin geht.


    KStA

    Nach dem Sieg über Wuppertal geht es für die U-17-Fußballer von Bayer 04 bereits am Mittwoch weiter.


    Bayer 04 U-17-Trainer Markus von Ahlen darf sich momentan glücklich schätzen. Beim 5:0 (1:0)-Erfolg über den Wuppertaler SV in der Regionalliga West konnte er einigen seiner fußballerischen Talente eine Auszeit gönnen.


    Vor allem in der Offensive war dies der Fall. Auf die Qualitäten von Henning Sauerbier, der unter der Woche mit der U-16-Auswahl des DFB in Nordirland unterwegs war, verzichtete der Coach sogar komplett. Ein früher Treffer von Marcel Risse gab der jungen Elf den nötigen Rückhalt. Nach dem Wechsel trieben Richard Sukuta (42.), Oliver Petersch (50.) und zweimal Patrick Kadiata (60., 65.) das Ergebnis in standesgemäße Sphären.


    Vor allem mit dem Spiel über die linke Seite zeigte sich von Ahlen sehr zufrieden. „Die ersten drei Treffer nach dem Wechsel wurden alle über diese Seite vorgetragen“, so der Coach. Niklas Schilling und Bastian Ozcipka bildeten das dynamische Duo und bedienten ihre Mannschaftskollegen in der Zentrale hervorragend. Von Ahlen gestand ein, dass der Gegner aus Wuppertal seine Elf nicht wirklich fordern konnte, war aber trotzdem hochzufrieden in welcher Form sich seine Schützlinge präsentierten


    Am Mittwoch (19 Uhr) feiern die B-Junioren gegen den Bonner SC am Kurtekotten ihre Heimpremiere.


    Bayer U 17: Giefer, Ozcipka, Reinartz, Hermsen, Kaptan, Kaplan (70. Maiwald), Risse (51. Kadiata), Teixeira (57. Eichmeier), Schilling, Sukuta, Petersch.


    KStA