Basketball-Bundesliga-Coach Achim Kuczmann kann auf den kompletten Kader zurückgreifen.
Am Samstag treten die Bayer Giants im Zelt auf und das auch noch in Köln. Allerdings ist damit weniger das zu Musical-Aufführungen genutzte Domizil am Kölner Dom gemeint als vielmehr die Heimspielstätte von RheinEnergie Köln am Girlitzweg. In der Tat verfügt dieses Gebäude über den Charme einer viel zu groß geratenen Camping-Unterkunft und ist daher sicherlich für so manchen Sportler, der dort zum ersten Mal aufläuft, etwas gewöhnungsbedürftig.
Allzu lange Anpassungszeiträume dürfen sich die Giants beim rheinischen Duell am Samstagabend (18.30 Uhr) allerdings nicht genehmigen, wollen sie gegen Köln nicht die nächste Niederlage kassieren und damit in ein negatives Punktekonto rutschen. „Wir müssen von Beginn an hellwach sein, damit wir nicht wieder so früh in Rückstand geraten“, erklärt Coach Achim Kuczmann, der zur Vorbereitung das letzte Spiel der Kölner in Berlin per Videoanalyse sezierte. „Wir haben gegen Köln ja schon mal in der Vorbereitung gespielt, aber mittlerweile sind die ein ganzes Stück weiter. Wir allerdings auch. Es wird bestimmt eine sehr intensive Begegnung, da viele athletische Akteure auf dem Feld sind“, erwartet Kuczmann alles andere als eine einschläfernde Partie. Dies wäre aber auch ein vollkommen untypischer Verlauf eines Duells, an dem die Giants beteiligt sind. Schließlich garantierten die Jungs um Kapitän Nate Fox in den vergangenen Wochen beständig Spannung bis zur letzten Sekunde.
Unter der Woche hat man in der Dopatka-Halle unter anderem daran gefeilt, die Anzahl der Ballverluste zu reduzieren. „Vor allem die, die wir in der Offense beim Break produzieren“, weist Achim Kuczmann auf einer bislang schon des öfteren aufgetretene Schwäche seiner Akteure hin. Ansonsten ist zur Zeit alles gesund und munter, was ein Trikot der Bayer-Basketballer trägt und darüber freut sich der Trainer mächtig. Schließlich weiß Kuczmann, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist und etliche Konkurrenz-Teams schon Verletzte zu beklagen haben. Ob die Anwesenheit aller Akteure allerdings gegen Köln die Chancen auf einen Erfolg erhöhen, muss bezweifelt werden. Vielmehr wird es darum gehen, ob sich die Giants im Rebounding steigern können, ihre Ballverluste reduzieren und auch wieder mehrere Leverkusener im zweistelligen Bereich punkten werden.