Beiträge von Murphy

    PK vor dem Spiel
    Wir haben gegen Augsburg noch nie verloren!
    Direktvegleich


    Dann wird es ja Zeit. Wir helfen bei solchen Problemen doch gerne mal aus ........


    Und dann habe ich mir mal die Tabelle angesehen, nachdem Frankfurt es gegen die Bayern einen Ticken besser gemacht hat als wir. Wenn wir in Augsburg nicht gewinnen, sind FRA und WOB schon 6 Punkte weg, BVB ist punktgleich, und der Bayer-04-Jäger Union Berlin wieder nur 3 Punkte hinter uns ...... das muss man erstmal hinbekommen!
    Es so zu verballern, das kriegt ausser uns keiner hin. Da haben wir ein Alleinstellungsmerkmal, meine ich .....

    Naja, teilweise schon eine eigenwillige Sichtweise, meine ich.


    Mit Völler hast du sicherlich recht, das sehen wir ja seit Jahren bereits so oder so ähnlich.


    Was aber nicht geht meiner Meinung nach, ist "ein Spieler wie gemacht für Bosz". Ein guter Trainer muss mit guten Fußballern immer was erreichen können, wenn er die Spieler so einsetzt, wie es für ihre Fähigkeiten nötig ist. Er erreicht wenig, wenn er versucht, die Spieler in irgendwelche Systeme zu drücken. Für mich hier das klare Stichwort Alario! Deshalb kann ein guter Trainer mit dem Spielermaterial arbeiten, was ihm zur Verfügung gestellt wird. Mein Eindruck ist, das Bosz genau das nicht kann, er muss sich die Spieler so einkaufen, damit sie in sein System passen. Was dann wieder ein Riesenproblem ist, wenn ein neuer Trainer kommt und die Mannschaft schon wieder umbauen muss, weil er Spieler hat, die ihm nicht passen. Vielleicht heisst der Spieler dann nicht mehr Alario, sondern Schick?
    Und so ein starres System kann nicht flexibel auf Spielsituatuinen reagieren, und ihm fällt nichts ein zum Thema defensive Gegner, die den Ball nicht wollen. Das ist in beinahe jedem 2. Spiel deutlich zu sehen. Natürlich müssen die Spieler die Kugel selbst über die Linie bringen, aber wenn das gegen Stuttgart geht, muss das zwangsläufig auch gegen Mainz gehen, von den taktischen Abwehrfehlern mal gar nicht zu reden ......
    Man kommt immer auf den Trainer zurück, ganz zwangsläufig.

    Wer die Zukunft von Bayer von einem Spiel abhängig macht, egal ob Sieg oder eine so enttäuschende „Niederlage“ wie heute gegen Mainz, sieht nur eine Momentaufnahme.


    Aber unabhängig davon, könnte ich sie heute wirklich ...... :LEV11


    Genau das ist das Problem - wie oft haben wir dieses "eine" Spiel seit Unterhaching gesehen? Und Klone von "diesem einen Spiel"?
    Ich glaube, wir müssen den Kalender rumdrehen - das ist nicht die Zukunft von Bayer 04, sondern auch die Vergangenheit und die seit 2000 andauernde Realität. Und die sieht seltsamerweise immer wieder gleich aus - wegen "dieses einen Spiels". Die Namen der eigenen Spieler sind und waren austauschbar, die Namen der Gegner ebenso wie die Namen der Wettbewerbe - aber die Spiele, die sehen immer wieder absolut gleich aus.
    Lotte, Bremen, Essen, Nürnberg, Scgalke, Hertha, Köln, Unterhaching, Krasnodar, Mainz - die stehen alle stellvertretend für die, an die ich mich mehr erinnern kann oder eine gnädige Sperre im Hirn verhindert, das ich mich erinnern muss - und leider stellvertretend für alle die, die als Gegner noch kommen werden, um uns mal wieder "dieses eine Spiel" zu bereiten.


    Da ändert ein Carro mit seinen überzogenen Ansprüchen nichts dran, ob er Völler & Co rauswirft oder nicht. So viele Millionen, die investiert werden müssten, um sportlich dauerhaft Erfolg haben zu können, kann Carro nicht generieren. Hätten wir die, wären Spieler wie Demirbay gar nicht bei uns.
    DIe ganzen teuren mutmaßlichen - oder auch schon bewiesenen - Fehleinkäufe wären nicht gemacht worden, hätte man auf die Summen noch je 15 Mio drauflegen können, um bessere Spieler zu bekommen.


    Für mich ist des Pudels Kern die Trainer-Position. Diese Stelle ist seit Jupp nie wieder gut besetzt gewesen. Ja, kann sein, das die vermeintlich Guten nicht kommen wollten, vielleicht Nagelsmann, oder auch jetzt Rose? Oder doch Hasenhüttl? Ich weiß es nicht, und ich glaube, keiner weiß es. Wie gut ein Trainer wirklich ist, stellt sich erst heraus, wenn er aus dem Material, was wir haben, das Beste herausholt. Aber man weiß es nun mal eben nicht. Für mich ist Bosz vielleicht eher ein Trainer, der als Chef eines hochgezüchteten Jugendinternats beste Ergebnisse erzielen kann und viele Talente herausbringen wird, die andere dann veredeln müssen.
    Rose ist nun weg, den hätte man aber wohl sowieso nicht kriegen können.


    Die letzten "einen" Spiele haben mich noch wütender, noch frustrierter und noch ratloser werden lassen, als ich ohnehin schon war. Nach Essen habe ich das Stuttgart-Spiel ausgelassen, nach Mainz lasse ich Bern und das nächste Liga-Spiel aus, und wenn dan schon wieder so ein Rotz kommt, lasse ich drei Spiele aus. Ich bin seit Anfang der 80er dabei, und jetzt ist die Zeit gekommen, sich davor zu schützen, was die da zeitweise treiben. Das Maß ist mehr als übervoll und noch mehr vom den ist-mir-scheissegal-Dreck-ich-kann-jederzeit-woanders-spielen muss man sich irgendwann nicht mehr antun, wenn man Unterhaching live auf der Bildschirmwand im Haberland miterlebt hat.


    Was wir brauchen sind Spieler auch aus der Region, mit denen man sich identifizieren kann, denen ein Derbysieg gegen Köln wertvoll und wichtig ist, die vielleicht Fans auf der Tribüne haben, die sie noch persönlich kennen, dazu Mentalitätsspieler, die auf dem Platz das Sagen übernehmen, wenn der Trainer draussen nur die Arme verschränkt und die Brille zurechtrückt, wir brauchen einen Trainer, der den Spieler Druck macht, Tribünenplätze zeigen kann, der nicht nur bei Pressekonferenzen oder nach Spielen erklärt, er sei enttäuscht oder gar wütend!, der taktische Konzepte für mehrere Situationen hat, diese zusammen mit den Spielern umsetzen und wenn nötig, laufend anpassen kann. Und noch vieles mehr.

    Platz gesperrt?
    Dann können die Essener wenigstens noch ein paar Tage länger den Sieg feiern. Vergleicht man die Möglichkeiten beider Teams, haben sie es sich wahrlich verdient.
    Denn man kann nicht behaupten, das die uns zusammengetreten hätten. Die haben uns halt mit der Zwille erlegt, gekämpft wie die Verrückten, nie aufgegeben, egal, wie schmerzhaft die Krämpfe waren. Und hatten das Glück, das nötig war!


    Könnte ich das mal von Unseren behaupten!

    Andere haben auch Ausfälle.


    Ich habe mir gestern MG-BVB angesehen - viel schnelleres Spiel, viel Zug zum Tor, und der klare Wille, das Spiel gewinnen zu wollen, besonders von Gladbach. Ein tolles Spiel.


    Bei uns: erneut dasselbe langweilige, uninspirierte Ballgeschiebe, langsam, schwerfällig. Völlig fehlender Zug zum Tor. So hat das auch gegen Bremen ausgesehen, in Frankfurt. So eine Art von Ballgeschiebe und fehlenden Ideen, was man anstellen muss, um mal zu Chancen zu kommen, sieht man bei uns immer und immer wieder.
    Wie kann das sein? Will Niemand aus den Fehlern anderer Spiele irgendweas lernen? Oder ist dieser Trainer vollkommen unfähig, den Spieler das Rüstzeug mitzugeben, für unterschiedliche Spielsituationen unterschiedliche Lösungen zu produzieren? Andere Mannschaften können das doch auch!


    Ich verstehe einfach nicht, das man den Ablauf z.B. aus dem Bremen-Spiel heraus einfach in das Wolfsburg-Spiel reinkopiert und 90 Minuten Einheitsbrei kocht und vorsetzt, ohne auch nur im Geringsten irgendeine Verhaltensänderung auf dem Platz festzustellen, wenn man plötzlich 0:1 hinten liegt. Haben die das überhaupt gemerkt?


    Wut, Frust, und Ärger über die Lebenszeit, die ich mir wieder habe stehlen lassen.

    So, wie wir dieses Spiel geführt haben, haben wir es leider schon viel zu oft gesehen. Man muss daher stark annehmen, das wir wieder auf unserem Normal-Level angekommen sind und die Wochen von August bis Dezember letztendlich nur ein schöner Traum waren.
    Wenn man eine Mannschaft wie unsere, in die man soviel Talent und Können hineininterpretiert, mit so einfachen Mitteln 90 Minten vom Tor fernhalten kann, dann stimmt ewas ganz gewaltig nicht.
    Das wir gerne mal große Torchancen im Gegenzug aber zulassen, ist nicht neu, weltbekannt und kann ganz offensichtlich vom Trainer auch durch taktische Maßnahmen nicht verhindert werden. Ja, wir haben viele Ausfälle, aber Union Berlin ist jetzt nicht der Endgegner, gegen den nichts hilft .....


    Immer dieselben Anläufe, immer dasselbe Scheitern, fehlender Zug zum Tor ab dem 16er, keine Bälle für Stoßstürmer. Festlaufen, zurück, neu aufbauen, festlaufen, zurück .....
    Keine Ideen, keine sichtbare taktische Änderung, katastrophale Körpersprache bei Demirbay und Schick (manchmal sind es Andere), alles in Allem eine Kopie vieler Spiele der letzten Saison - mit anderen Hauptdarstellern, aber exakt derselbe Ablauf. Und das soll nicht am Trainer liegen?


    Die Niederlage war hochverdient, wer 90 Minuten beinahe keine einzige richtige Torchance gegen eine so technisch limitierte Mannschaft hat, der hat einfach keinen Punkt verdient. Man muss auch einfach mal damit aufhören, andere Teams für die Wahl ihrer Mittel zu verdammen, denn die haben gar keine Wahl. Union hätte gar nicht anders spielen dürfen gegen uns, das wussten die, und das haben die auch perfekt umgesetzt. Die Abwehr hat ja beinahe gar keine Fehler gemacht, das kann unsere Abwehr nicht von sich behaupten.
    Wenn man nicht in der Lage ist, solch einen Druck aufzubauen, das der Gegner zu Fehlern gezwungen wird, dann fängt man sich eben mit dem Schlusspfiff zusammen so ein völlig unnötiges Gegentor. Es gibt Mannschaften, denen hilft so ein Gegentor beim Nachdenken. Bei Bayer 04 habe ich diesen Eindruck aber nicht.

    Fluch und Segen zugleich.


    Denn jetzt gibt es absolut keine Ausrede, wenn man nicht Pokalsieger wird.
    Einmal "da" sein, wenn die Bayern patzen - das haben schon einige Mannschaften (Wolfsburg, Dortmund, Frankfurt etc.) vorgemacht.
    Wenn das jetzt nicht die Jahrhundert-Möglichkeit ist, denn so oft wird das nicht vorkommen, das sich die Bayern selbst aus dem Weg räumen.


    So, wie ich uns kenne, kommen wir ins Finale, um dann da, egal gegen wen, zu verlieren. Da müssen die Jungs was an der Einstellung schrauben. Unmöglich ist das sicher nicht ......

    Bosz selbst hat im Interview gesagt, das die Frankfurter den Sieg mehr wollten als wir.
    Ein solches Verhalten ist bei uns immer wieder mal aufgefallen, so z.B. zuletzt in der Schlußviertelstunde gegen die Bayern. Die wollten, wir nicht (mehr).
    Wessen schuld ist das, wenn die Mannschaft nicht die richtige Mentalität auf den Platz bringt? Da muss man zuerst beim Trainer suchen und dann bei den Kaderplanern, die offensichtlich auf die Fähigkeit, unbedingt gewinnen zu wollen, nicht so großen Wert gelegt hat. War nicht das erste Mal, wird nicht das letzte Mal gewesen sein, und die ersten 13 Spiele hätten auch Niemanden blenden dürfen. Wird sehr spannend werden zu sehen, wie die da rauskommen wollen.

    Deshalb ist auch die Diskussion darüber, ob Bosz ein guter Trainer ist, überflüssig.
    Ein guter Trainer setzt seine Spieler so ein, wie sie es benötigen, um ihre Qualitäten voll auszuspielen. Und er versucht nicht, die Spieler gegen ihre Qualitäten in ein Schema zu pressen, das sie nicht können. Oder eben Spieler einfach deshalb zu demütigen und zu ignorieren, weil im der Spielertyp nicht passt.


    Wir werden Alario verlieren, und das ist sehr sehr schade. Das geht auf die Kappe von Bosz.