Möglicherweise ist das Spiel am Mittwoch ja auch dafür entscheidend, wie viele Neue wir tatsächlich verpflichten. Wenn wir in drei Wettbewerben überwintern sollten, können wir nicht darauf bauen, dass sich niemand (mehr / wieder) verletzt oder alle Verletzten richtig in Form kommen.
Beiträge von LEViathan
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@ BigB
Neben Fangesängen, die - jenseits von Rassismus - gemaßregelt werden, sehe ich Emotionsausbrüche oder kritische Meinungsäußerungen vor, während und nach dem Spiel als Fanverhalten, welches Funktionären ein Dorn im Auge ist und das sie gerne diszipliniert sehen wollen. Vielleicht nicht heute, aber möglicherweise morgen. Die Überwachungsmethoden sind ja dann im Stadion - aus ihrer Sicht glücklicherweise - schon vorhanden.@ Ziege
Dass ich deine Anmerkungen hinsichtlich der Erwartung von künftigen Nachfolgemaßnahmen in vielen Punkten teile, lässt sich in meinen Posts auf den letzten Seiten finden. Gerade deshalb aber eine Anschlussfrage in deine Richtung: Muss analog zum Thread-Titel und deiner Rhetorik vom Weiterkämpfen nicht auch mal von deutschen Fanszenen deutlich Stellung dazu bezogen werden, welche "Pflichten" und "Verantwortung" die Fans - im Gegenzug zu ihren Rechten - eigentlich haben? Es wird häufig von Selbstregulierung der Kurve gesprochen. In letzter Zeit zeigte sich in und vor vielen deutschen Stadien eher das Bild vom Selbstinsknieschießen. -
Warum sie weitere Schritte folgen lassen könnten? Du gehst davon aus, dass bestehene Regeln unverändert bleiben. Das ist legitim. Ich sehe nur auch die Möglichkeit, dass solche Regeln zunehmend verschärft werden, weil manches Fanverhalten nicht in das gewünschte Korsett des kaufkräftigen, unkritischen, high-class Stadionbesuchers passt. Neue Regeln, neue Abweichungen, neue Disziplinierungen. Mit Antrag 3/4: "Die Möglichkeiten zur Videoüberwachung durch die Polizei müssen verbessert werden, um die Täteridentifizierung und Verfolgung zu vereinfachen." sind die Türen für den Sicherheits- und Kontrollwahn geöffnet. Was dann künftig die "Tat" ist und was "verfolgt" werden muss, bleibt dann eine beliebig ersetzbare Variable. Das praktische Beispiel der Schmähgesänge habe ich bereits genannt. Das wäre dann der Fliegenschiss, der zum Elefanten gemacht würde. Für mich ist das eine realitätsnahe Vorstellung und keine bloße Utopie. Das Heute bestimmt auch immer das Morgen mit. In Sachen Pyro stimme ich Dir, wie geschrieben, weitestgehend zu.
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Wer immer wieder gegen Regeln verstößt, der muss eben mit verschärften Regeln rechnen. Ganz einfach. Das läuft überall so, ob in der Erziehung daheim oder in der Schule.
Klar machen Polizei und Politik oftmals aus einer Fliege einen Elefanten. Aber die Fliege liefern ihnen die Fans. Und Pyro ist immernoch das Hauptärgernis. Wir haben es selbst in der Hand, ob es bei diesem Konzept bleibt oder noch krasser wird. So viel Weitsicht fehlt vielen aber.
Auf der einen Seite gebe ich Dir in diesem Punkt durchaus Recht. Teile der Fanszenen müssen sich einfach mittlerweile fragen lassen, inwiefern Pyro weiterhin zum Hauptstreitpunkt gemacht werden kann, an dem letztlich jeder Kompromiss selbstverschuldet scheitern wird. Auf der anderen Seite bleibt für mich die Sorge bestehen, dass Vorbeugemaßnahmen dieser Art nur den Weg für die weitere Disziplinierung von Individualität und Pluralität im Stadion bereiten - unabhängig davon, ob strafrechtlich etwas passiert oder nicht. Ist der erste Schritt erstmal gemacht, fallen die nächsten umso leichter. Ich bin Fußballfan geworden, weil mich über das Spiel hinaus die (rauere) Fußballkultur fasziniert hat. Alles muss sich in gewissen (und körperlich-gewaltfreien) Bahnen halten, keine Frage. Aber wer weiß, was als nächstes an Bevormundung droht. Videoüberwachung, wer bei welchem Schmähgesang mit eingestiegen ist? Möglicherweise braucht es demnächst schon keine Fliegen mehr, sondern nur noch Fliegenschiss.
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Nur am Rande: Platz 2 und 11 trennen z.Zt. 7 Punkte. Ich nehme sinnvollerweise im Hinblick auf das Saisonziel (Pl.3-4) auch mal 1 Punkt mit. Zwischen kühl kalkulieren und Angsthasenfußball gibt es noch schätzungsweise ~7 Nuancen.
Darüber lässt sich streiten. Punktuell ist ein Punkt immer besser als keiner, das wird niemand ernsthaft bezweifeln wollen. Wer jedoch mit Saisonzielen argumentiert, muss auch gleichzeitig fragen, was langfristig wirklich sinnvoller ist: risikoarm mit mehr Unentschieden nur kleinere Schritt zu machen oder risikoreich mit Siegen bei potentiell mehr Niederlagen größere Sprünge zu schaffen? Im Hinblick auf das Saisonziel verliere ich lieber einmal mehr - und gewinne im Gegenzug auch einmal mehr - als mich mit Punkteteilungen gesund zu hamstern. 2009/2010 haben wir zwar nur 5x verloren (damit der zweitbeste Wert hinter dem Meister Bayern), aber eben auch 14x unentschieden gespielt. 2 Punkte haben letztlich auf Bremen gefehlt: CL-Quali verpasst. Wer viel will, muss auch viel investieren.
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Chelsea wäre angesichts der letzten CL-Saison wohl tatsächlich langweilig. Würde aber nach unserer EL-Gruppenphase mit zwei ebenfalls jüngst bekannten Gegnern irgendwie ins Bild passen.
Ich wünsche mir Lazio Rom oder Benfica Lissabon; sicherlich sportlich eher schwer, aber dafür auch attraktiv - wird endlich Zeit für richtige Europapokal-Atmosphäre. Rubin Kasan und Olympiakos Piräus wären undankbar, weil m.M.n. eher unattraktiv und trotzdem sportlich schwer.
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Ihn zur nächsten Saison für 35 Millionen Euro (!) nach Chelsea wechseln zu lassen wäre der Optimalfall. Wenn man den Deal jetzt im Winter schon fix macht, hat man über ein halbes Jahr Zeit, einen oder sogar mehrere Spieler als Ersatz zu verpflichten. Für das Geld bekommt man zwei oder drei Spieler seiner Klasse. Es wäre ein Win-Win-Win-Situation. Gut für uns, für Chelsea und für Schürrle.
Sehe ich ähnlich. Wenn ich mir überlege, dass Schürrle bis dato - gefühlt - noch gar nicht richtig in Leverkusen angekommen ist, wäre das wohl ein nahezu perfekter Transfer. Natürlich verlören wir einen Spieler mit Weltklasse-Potenzial, aber eben keinen Weltklasse-Spieler. Die Lücke wäre durch 35 Millionen (minus die Mainzer-% und Zahlungsmodalitäten) nach aktuellem Stand wahrscheinlich gut zu schließen.
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"Nach Interviews war Stefan Reinartz (23) nicht zumute. „Sorry, ich kann
nicht“, brachte Bayers Defensivchef gerade noch heraus, verschwand dann
schnell in der Kabine und tat dort das, was er schon vor dem Spiel und
während der Pause getan hatte: Er übergab sich. Ein Infekt hatte
Reinartz im Griff, für ihn – nach Absprache mit der medizinischen
Abteilung um den Internisten Dr. Karl-Heinrich Dittmar – kein Grund,
sich auswechseln zu lassen." (kicker)Das nenne ich mal Leistungsbereitschaft und Willen; fast schon pervers, wenn ich mir das näher vorstelle. Unsereins läge wohl irgendwo im warem Bett und Herr Reinartz läuft mal eben gut fußballspielend noch mehrere Kilometer, Respekt!
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Nach längerer Zeit eine kürzere Update-Frage: Gibt es hier weitere Bayer-Fanseelen, die ebenfalls in der Hauptstadt leben und aufgrund des Exildaseins in Berliner Kneipen regelmäßig unsere Spiele schauen oder gar "auswärts" fahren?
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Nochmal Spammen:
Angeblich laufen die Verhandlungen schon, gestalten sich aber schwierig, weil Leverkusen ihn bis zum Sommer leihen will, dann aber eine Kaufoption haben will! (Die dann locker bei 10-15 Mio. € liegen dürfte)
Ist übrigens linker Flügelspieler... Also irgendwie muss ich da immer an einen gewissen Schürrle-Verkauf denken
Das hört sich doch stark nach einem Schürrle-Ersatz für den Sommer an. In der Rückrunde an Fußball & Leben in Deutschland gewöhnen. In der neuen Saison unseren dann verkauften Flügelspieler ablösen und, wie Carvajal, hoffentlich erfolgreich durchstarten. Dass wir Schürrle bereits im Winter abgeben, kann ich mir nicht vorstellen. Dafür steht zu viel auf dem Spiel.
Unfertige Top-Nachwuchsspieler von europäischen Top-Mannschaften zu holen, wird wohl ein Transfer-Modell der Zukunft für uns sein. Wobei sich das einfacher anhört, als es wohl tatsächlich zu realisieren ist. Hat aus meiner Sicht insgesamt aber viele Vorteile, die den wenigen Nachteilen überwiegen.